Ruethenfest hat viele Gönner

Tobias Wohlfahrt ehrte Anni Helminger und Franz Krauß (von links) für ihr langjähriges Engagement. Foto: Osman

Nach dem Fest ist vor dem Fest: Neben einer Nachlese des Ruethenfestes 2011 hat Vorsitzender Tobias Wohlfahrt bei der Mitgliederversammlung des Ruethenfestvereins bereits einen Ausblick auf die Veranstaltung 2015 gewagt. Der bis dahin fertig umgebaute Hauptplatz wird einige – durchaus positive – Veränderungen mit sich bringen. Das Ruethenfestspiel „Licca Line“ wird noch im kommenden Monat mit vier Vorstellungen neu aufgelegt. Bei den turnusgemäßen Neuwahlen wurde der komplette Vorstand im Amt bestätigt, einzig die Verantwortung für Kostüme und Requisiten ging in neue Hände über.

Obwohl der Wettergott dem Ruethenfest im vergangenen Jahr nicht wohlgesonnen war, konnte Wohlfahrt eine zufriedenstellende Bilanz ziehen. Knapp 20000 Festzeichen wurden verkauft, etwa 3000 weniger als im Jahr 2007. Die Einnahmen fielen mit rund 160000 Euro dennoch um etwa 20000 Euro höher aus, da man die Preise angehoben hatte. Gestiegen ist auch der Mitgliedsbeitrag. Die Spendenbereitschaft der Landsberger Bürger und Unternehmen ist ungebrochen, mit knapp 83000 Euro war auch hier ein leichtes Plus zu verzeichnen. „Ich bin sehr erfreut, dass das Ruethenfest in Landsberg so viele Gönner hat“, so Wohlfahrt. Die Kosten der Veranstaltung seien weitgehend gleich geblieben. Lediglich die Aufführung der Carmina burana und die Vorstellungen der Landsberger Bühne hätten zusätzliche Ausgaben mit sich gebracht, erläuterte der Vorsitzende. Blieb am Ende des Jahres 2010 unter dem Strich ein Minus von 32000 Euro übrig, so machte der Verein im vergangenen Jahr 21000 Euro Gewinn. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, so Wohlfahrts Fazit. „Der Ruethenfestverein steht nach wie vor sehr gesund da.“ Zweiter Versuch Da wegen des schlechten Wetters das Ruethenfestspiel „Licca Line – Eine lange Fahrt ins sagenhafte Damasia“ nur einmal aufgeführt wurde, will man heuer nachlegen. Am 16., 17., 23. und 24. Juni wird das Stück in einer gekürzten Version noch einmal auf dem Hauptplatz zu sehen sein. Dies lasse sich trotz des laufenden Umbaus realisieren, erklärte Wohlfahrt. Es werde 450 Sitz- und 900 Stehplätze geben, dazu rund 600 weitere Stehplätze mit eingeschränkter Sicht. Stichwort Hauptplatzumbau: „Nachdem wir ihn nicht mehr verhindern können, werden wir damit leben müssen“, so Wohlfahrt. Das Tanzpodium wird künftig zwischen Marienbrunnen und Herzogstuben aufgebaut, außerdem soll es mehr Sitztribünen geben. Für den Festzug ergibt sich der Vorteil, dass er aus der Herzog-Ernst-Straße geradeaus in die dann verlegte Straße münden kann. Die scharfe Kurve entfällt und damit so manche riskante Situation. Bei den Vorstandsneuwahlen wurden alle bisherigen Amtsträger auf ihren Posten bestätigt. Den ersten und zweiten Vorsitz haben weiterhin Tobias Wohlfahrt und Heike Neumeyer inne, Otto Wermescher bleibt Schatzmeister, Bernhard Tobisch Festzugsleiter und Gudrun Braml Schriftführerin. Charly Hecht wurde als Verantwortlicher für Festzeichenverkauf und Absperrung wiedergewählt und Inge Egger leitet weiterhin Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Anni Helminger gab nach 22 Jahren die Leitung des Kostümfundus ab, zu ihrer Nachfolgerin wurde Christine Mayer gewählt. Kraft seines Amtes gehört auch der neue OB Mathias Neuner zum Vorstand des Ruethenfestvereins. Zum Abschluss der Versammlung im Vortragssaal des Sportzentrums bedachte Wohlfahrt drei verdiente Vereinsmitglieder mit besonderen Ehrungen: den Leiter des Bayern-Wagens Rudolf Rahm, der bereits bei 16 Ruethenfesten mitgewirkt hat, den Initiator des Kaiserlichen Zuges und Ruethenfest-Allrounder Franz Krauß sowie Anni Helminger. Ihr und ihren Näh-Damen ist es zu verdanken, dass die historischen Kostüme für über 1000 Kinder alle vier Jahre in neuer Pracht zur Verfügung stehen. Für ihr unermüdliches Wirken wurde Helminger zum Ehrenmitglied des Ruethenfestvereins ernannt und mit dem Silbernen Ruethenfestzweig ausgezeichnet.

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