Rund um die Uhr im Einsatz

Beim Großbrand in Fuchstal waren auch ehrenamtliche Einsatzkräfte des Roten Kreuzes vor Ort – Ansprüche gegenüber ihrem Arbeitgeber können sie trotz des Engagements kaum geltend machen. Foto: Kobschätzky

Die Großeinsätze in der vorigen Woche haben die Einsatzkräfte der Feuerwehren, aber auch die freiwilligen Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Atem gehalten. Die Ehrenamtlichen des BRK allerdings müssen für derartige Einsätze Urlaub oder Überstunden nehmen – im Gegensatz zu den freiwilligen Feuerwehren.

Mehr als 25 BRK-Helfer kamen zu den Bränden in Kaufering und Fuchstal. „Was nur selten erwähnt wird, ist, das in hohem Maße ehrenamtliche Engagement der Helfer, um den Verletzten oder Betroffenen zu helfen“, erklärt Georg Kobschätzky, Kreisbereitschaftsleiter des BRK Landsberg. Bei der Feuerwehr beispielsweise sei es gesetzlich geregelt, dass die Einsatzkräfte von ihrer Arbeit freigestellt werden. Das ist bei den Ehrenamtlichen des BRK anders. Sie haben im Gegensatz zu den Freiwilligen Feuerwehren keinen Anspruch auf Freistellung gegenüber ihrem Arbeitgeber im Einsatzfalle, auf Freistellung nach den Einsätzen oder auf die Vergütung der Dienstausfallkosten. Bei einem Massenanfall von Verletzten, der Versorgung Betroffener, Verpflegung, Krisenintervention, Suchdienst sowie in weiteren Fällen rückten die Einsatzkräfte rund um die Uhr aus und „dafür nehmen sie Urlaub oder Überstunden“, so Kobschätzky. Die Hilfsorganisationen fordern daher bereits seit Längerem, dass die Artikel 9 und 10 des Bayerischen Feuerwehrgesetzes analog für die ehrenamtlichen Helfer der Hilfsorganisationen gelten, wobei die entstehenden Kosten ausschließlich aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren sind. „Die Wichtigkeit eines solchen Engagements wird leider nur von sehr wenigen Arbeitgebern honoriert und mit einer Freistellung von Arbeitszeit belohnt“, findet Kobschätzky.

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