Ein Befund muss her

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Ein Kleinod mitten im Dorf: das Hoferhaus in Seestall.

Seestall – Bevor in Seestall die Sanierung des kleinen Hofer-Hauses in Angriff genommen werden kann, ist eine Befunduntersuchung notwendig. Den Auftrag dafür haben die Gemeinderäte jetzt an das Architekturbüro Sunder-Plassmann in Greifenberg vergeben.

Eingebunden in die Voruntersuchung ist eine zweite Firma aus Landsberg, die genau dokumentiert, wie es um den Putz und andere Materialien an dem Gebäude steht. Beide Untersuchungen kosten gemeinsam 11.500 Euro. Die Kosten hat allein die Gemeinde zu tragen, sie sind nicht förderfähig.

Förderfähig ist freilich die gesamte Sanierungsmaßnahme am Hoferhaus, aber auch an der alten Schule und am Gemeinschaftsraum in der Dorfmitte von Seestall. Dabei handelt es sich um das Programm EFRE. Damit ist der europäische Fonds für regionale Entwicklung gemeint.

Das Hoferhaus in Seestall, zwischen Kirche und Mehrzweckhalle gelegen, wurde 1823 erbaut. Es war damals die Schule. Sie war zunächst nur eingeschossig. 1854 erhielt das Gebäude ein Obergeschoss, wo die Lehrerwohnung untergebracht war. Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine größere Schule in Seestall errichtet – das bisherige Klassenzimmer mit zirka 25 Quadratmetern war zu klein.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das leer stehende Haus an Josef Hofer verkauft. Zuletzt wohnte bis zum Jahr 2006 noch Anton Hofer in dem kleinen Haus, ehe er in eine Pflegeheim wechselte, wo er vor wenigen Jahren verstarb. Seit mehreren Monaten ist die Gemeinde Fuchstal der Besitzer des Hoferhauses. Wie es genutzt werden kann? Da wartet die Kommune auf Vorschläge aus der Bürgerschaft. Gedacht ist an einen Besprechungsraum im Erdgeschoss und an ein kleines Dorfmuseum im Obergeschoss.

Johannes Jais

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