Schackypark in guter Hand?Schackypark in guter Hand?

Die Irritationen rund um den Schackypark Dießen scheinen ausgeräumt. Allerdings mit einem Wermutstropfen für Erholungssuchende: Eine komplette Öffnung soll es auch künftig nicht geben.

Wie im KREISBOTEN berichtet, hatte die Eigentümerin des gesamten Geländes, die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul in Augsburg, vor einiger Zeit gegenüber der Marktgemeinde Dießen als Pächterin des Schackyparks ihr Befremden über den Umfang der Parköffnung geäußert. Vor allem gegen laute Großveranstaltungen wie Konzerte hatten sich die Barmherzigen Schwestern ausgesprochen, aber auch gegen die zu starke Ausweitung der Öffnungszeiten durch den Schackypark-Verein. Die Gene­ral­ökonomin Schwester Carissima Fendt als Vertreterin der Kongregation befürchtete letztlich eine ungezügelte Öffnung des Parks hin zu einem Freizeitpark. Diverse Gespräche zwischen der Kongregation und Rathaus­chef Herbert Kirsch fanden statt, immer auch unter dem Hinweis auf bestehende Verträge. Denn das erklärte Ziel des Fördervereins Schackypark bei seiner Gründung vor fünf Jahren war, den Landschaftspark aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken, zu sanieren und dann der Bevölkerung wieder zugänglich zu machen. Die Missverständnisse seien nun geklärt, hieß es vergangene Woche in einer gemeinsamen Erklärung. „Man konnte beim Abschluss der Verträge vor fünf Jahren noch nicht absehen, in welchem Tempo der Park restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird“, meinte Sr. Carissima. Daher sei nun ein Gespräch über die zu­künftige Ausrichtung nötig geworden. Die Notwendigkeit von Veranstaltungen als eine der Säulen zur Finanzierung der umfangreichen Restaurierung des Parkes machte Professor Dietrich Klemm, 2. Vorsitzender des Förderkreises, deutlich. Es sei aber schon allein im eigenen Interesse des Förderkreises, dass alle Aktivitäten auch „parkverträglich“ gestaltet würden. So wurden etwa die Öffnungszeiten mit Parkbetreuern bisher nur in den Sommermonaten an den Sonntagen angeboten und darüber hinaus Veranstaltungen mit Führungen zu fest gesetzten Zeiten – die Parktore sind in der übrigen Zeit verschlossen. „Die Vorstände und Aktiven des Förderkreises Schacky-Park sind überglücklich, dass man jetzt wieder zuversichtlich weiter machen kann“, formuliert es Christine Reichert für den Förderkreis. Um zukünftig Missverständnissen vorzubeugen, soll mindestens einmal im Jahr ein Treffen stattfinden, bei dem auch die Planungen des Förderkreises abgesprochen werden. Eines jedoch ist den Vertretern der Kongregation wichtig: Es solle auch in Zukunft den Beteiligten und der Öffentlichkeit in Erinnerung bleiben, dass die Kongregation als Eigentümerin den Park vorläufig für 30 Jahre, verpachtet hat und eine spätere erneute Eigennutzung denkbar ist.

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