"Schätzchen" freut sich mit den Kindern

Am Modell des Haus „Mosaik“ (von links): Dr. Kay Vorwerk, Vorstand SOS-Kinderdorf e.V., Bürgermeister Herbert Kirsch, Schauspielerin und Kinderdorfbotschafterin Uschi Glas, Kinderdorfleiter Erich Schöpflin und Archtiekt Wolf-Eckhardt Lüps.

Spätestens beim Auftritt der Kinderband Karacho war Uschi Glas restlos begeistert: „Bravo“ rief die Schauspielerin, nachdem sie vor laufenden Kameras und klicken­- den Fotoapparaten ordentlich mitgerockt und mitgesungen hatte. Zuvor hatte sie bereits die „wichtige Arbeit“ des SOS-Kinderdorfs gelobt sowie Konzept und Rohbau des neuen Hauses „Mosaik“ bewundert. Die langjährige SOS-Kinderdorfbotschafterin war, empfangen von Unternehmensvertretern und zahlreichen Fernseh-, Radio- und Printjournalisten, in die Marktgemeinde gekommen, um dort als Schirmherrin das Rohbaufest mitzufeiern – und zu kleinen und großen Mosaiksteinen an Spenden aufzurufen.

Vor rund 40 Jahren war Uschi Glas erstmals im ersten SOS-Kinderdorf Deutschlands in Dießen gewesen und konnte deshalb gut verfolgen, wie sich das Dorf und die Idee Hermann Gmeiners weiter entwickelt haben. Wie erfolgreich dort gearbeitet wird und wie eng die Bindung zwischen ehemaligen SOS-Kinderdorfkindern und ihren -Kinderdorfmüttern ist, bestätigte der zweite Schirmherr des Projekts, Dießens Bürgermeister Herbert Kirsch. Kinder und Jugendliche, betonte Dr. Kay Vorwerk, Vorstand des SOS-Kinderdorf e.V., stünden bei SOS-Kinderdorf auch stets im Mittelpunkt. Er berichtete von Einrichtungen in mittlerweile 134 Ländern. Ziel von SOS-Kinderdorf sei es, bis 2016 rund 100000 Buben und Mädchen in SOS-Kinderdörfern und weitere 900000 in ihrem familiären Umfeld zu betreuen. In Dießen, erklärte SOS-Kinderdorfleiter Erich Schöpflin, leben derzeit 60 Kinder in zehn Kinderdorffamilien. Für sie, davon konnten sich die Gäste bei der kleinen Feier selbst überzeugen, ist der alte Gemeindesaal mittlerweile viel zu klein. Im neuen Haus „Mosaik“ soll allerdings nicht nur gemeinsam gefeiert werden: Die Räume im Untergeschoss sind für musik-, spiel- und kunsttherapeutische Angebote ausgerichtet. Denn die Buben und Mädchen müssten oft „schmerzhafte“ Erfahrungen aus ihren Herkunftsfamilien verarbeiten, berichtete Schöpflin. Sommer 2011 fertig Aber auch die Kinder der SOS-Kita, die aus Dießen und Umgebung stammen, freuen sich schon sehr auf die voraussichtliche Fertigstellung des neuen Hauses im Sommer 2011. Denn sie dürfen dann den großen Saal für ihre Bewegungspädagogik nutzen, erklärte Schöpflin. Er würdigte den raschen Baufortschritt – im Juli erst war die „Grundsteinwerfung“ – sowie die Arbeit von Architekt Wolf-Eckhardt Lüps, der das Gebäude mit seinem „Mosaik an Möglichkeiten“ nicht nur hervorra­- gend durchdacht, sondern den Kindern ganz selbstverständlich auch die Gelegenheit zum Mit-Gestalten eingeräumt hatte. So sollen die Kleinen die rund 20 Meter lange Nordfassade zum Blickfang machen. Lüps selbst lobte das „hohe Niveau“ und die „Qualität“ der Mosaiken, die die Kinder der SOS-Kunstwerkstatt bereits für das Haus „Mosaik“ gestaltet haben. Er erläuterte anhand eines Modells das Haus „Mosaik“ und betonte dabei die Wichtigkeit eines Dorfmittelpunkts. Schon nächste Woche, erklärte er Uschi Glas und der Kinder­schar bei der Baustellenbesichtigung, soll das Haus „Mosaik“ sein Dach erhalten – und erntete dafür „Aaahs“ und „Ooohs“ der Kleinen sowie interessierte Blicke der Schauspielerin.

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