Schlechte Noten für die Buslinie 60

Schlechte Noten für die Buslinie 60 zwischen Geltendorf und Landsberg: Im neusten ADAC-Schulbustest erhielt sie ein glattes „mangelhaft“. Die Tester kriti­sierten vor allem, dass teilweise die erlaubten Höchst­-ge­schwin­digkeiten über­- schrit­ten wurden, dass Schüler während der Fahrt auf Türstangen und Geländern saßen und dass an den Testhaltestellen viele Busse gleichzeitig ankamen. Schü­ler seien kreuz und quer zwischen den Bussen hindurch gelaufen, heißt es in dem Testbericht.

Insgesamt nahm der ADAC 36 Buslinien in zwölf Bundesländern unter die Lupe. Die Spitzennote „sehr gut“ erhielt keine davon. Zehnmal wurde die Bewertung „gut“ vergeben, 18 Strecken schnitten mit einem „ausreichend“ ab. Und achtmal gab's ein „mangelhaft“ von den Testern, die in der Zeit zwischen Mitte Januar und Mitte März auf den Strecken unterwegs waren. Die Buslinie 60 wurde zwischen Walleshausen und dem Schulzentrum Landsberg befahren. Positiv vermerkten die Tester, dass der Bus pünktlich kam, der Fahrer freundlich war und gute Kenntnisse über das Fahrzeug besaß sowie die Haltestellen ausreichend groß waren und in der Nähe der Schule lagen. Auch habe auf der Rückfahrt ein geringer Lärmpegel im Bus geherrscht. Negativ schlug das Fehlen von Fahrplänen an den Haltestellen zu Buche, ebenso wie das Gedränge beim Einsteigen. Bei der gleichzeitigen Ankunft mehrerer Busse seien die Schüler kreuz und quer zwischen den Fahrzeugen hindurch gelaufen. Während der Hinfahrt standen Schüler im Bereich der Türen, saßen auf Geländern und Türstangen oder zu dritt auf Zweierbänken. Auch ein hoher Lärm­pegel während der Hinfahrt missfiel den ADAC-Testern. Auf der Rückfahrt seien die Schüler unfreundlich zum Fahrer gewesen. Und – dies wohl der massiv­ste Kritikpunkt – die Höchstgeschwindigkeit sei auf beiden Fahrten „erheblich“ beziehungs weise „gravierend“ überschritten worden. Diesen Vorwurf kann man im Landratsamt Landsberg weder bestätigen noch dementieren. Bei einer stichprobenartigen Überprüfung der Tachoscheiben seien keine Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt worden. Pressesprecher Wolfgang Müller: „Da uns der ADAC das Testdatum nicht mitgeteilt hat, konnten wir für den konkreten Tag die Geschwin­dig­keiten nicht überprüfen.“ Und weiter: „Wir können aber auf jeden Fall sagen, dass es keine permanenten Tempoüberschreitungen gibt.“ Schüler-Schuld? Im übrigen weist Müller darauf hin, dass alle im Test positiv bewerteten Punkte der Buslinie zugute gehalten werden können, während die negativen Punkte wie Drängeln und Unfreundlichkeit sich auf das Verhalten der Schüler beziehen. Die Fahrpläne an den Haltestellen habe man deshalb entfernt, weil sie immer wieder herunter gerissen wurden. „Wie sich daraus das Gesamtergebnis ,mangelhaft’ ergeben kann, ist uns unverständlich“, sagt Müller ab­schließend.

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