Schlechter Start kostet den Sieg

Beim EV Landsberg 2000 ist derzeit der Wurm drin. Nach dem Debakel gegen Füssen setzte es für die Mannschaft am Sonntag schon wieder eine Heimniederlage. Gegen die Passau Black Hawks verlor die Hurtik-Truppe dank dreier Gegentore in Unterzahl mit 3:4.

Noch zu Wochenbeginn stand nicht fest, ob die finanziell angeschlagenen Passauer überhaupt nach Landsberg kommen würden. Aber sie kamen und mit Craig Streu hatten sie gleich einen neuen Trainer mit im Gepäck. Bei Gastgeber EVL war Neuzugang Dennis Drommeter mit dabei, dafür fehlten die verletzten Michal Kapicka und Igor Bacek. Die Partie begann so, wie das Debakel gegen Füssen aufgehört hatte. Keine Minute war gespielt, da leistete sich Fabian Krull einen mächtigen Schnitzer in der eigenen Zone. Alexander Gatschnig schnappte sich die Scheibe, fuhr alleine auf das Landsberger Tor zu und besorgte mit einem gezielten Schuss unter die Latte das 0:1. Der EVL völlig von der Rolle – Passau hingegen legte nach. John Sicinski fuhr in Überzahl einen schnellen Angriff über rechts, legte zur Mitte und dort tippte Alexander Popp die Scheibe zum 0:2 (6.) über die Torlinie. Landsberg erst nach gut zehn Minuten mit der ersten Torchance, doch Martin Hoffmann scheiterte an Daniel Huber. Auch einen Abstauber drei Minuten später brachte der EVL-Verteidiger nicht im Tor unter. Danach waren wieder die Passauer dran. Im zweiten Überzahlspiel schafften sie locker und leicht das 0:3 (15.). Philipp Michl drosch die Scheibe vom rechten Bullykreis unbedrängt rechts halbhoch an Holmgren vorbei. Der EVL war nur noch einmal gefährlich, als Markus Vaitl in der 19. Minute die Unterkante der Latte traf. Die Kabinenpredigt von Marian Hurtik in der ersten Pause musste deftig gewesen sein, denn die Landsberger spielten fortan ganz anderes Eishockey. Zwar nicht immer schön, dafür aber erfolgreicher. Gleich in der 25. Minute bediente Neuzugang Dennis Drommeter nach einem schnellen Angriff seinen Sturmpartner Markus Rohde und der schloss freistehend ab zum 1:3. Chancen wären danach genügend da gewesen, um noch im zweiten Drittel den Ausgleich zu schaffen. In der 32. Minute traf Hoffmann das leere Tor nicht, anschließend reichten vier Minuten Überzahl am Stück nicht für einen Treffer. Erst in der 50. Minute durften die Landsberger Fans wieder jubeln. Markus Rohde legte hinter dem Tor zurück, Dominic Kerber schaffte mit einem Direktschuss den Anschlusstreffer. 65 Sekunden später stand der Hungerbachweg dann Kopf. Benjamin Barz fackelte nicht lange und besorgte mit einem Sonntagsschuss in den linken Torwinkel das 3:3. Am Ende jubelten aber dann doch die handvoll Passauer Anhänger. Und das lag in erster Linie am schwachen Landsberger Unterzahlspiel. Knapp 55 Minuten waren vorbei, da fuhr Philipp Michl im Powerplay unbedrängt um den EVL-Kasten, passte vors Tor und dort schob Vin. cent Mayer das Spielgerät zum 3:4-Endstand über die Torlinie. „Vielleicht waren wir heute zu übermotiviert“, meinte hinterher ein enttäuschter Marian Hurtik. Auch er haderte mit den vielen Fehlern zu Beginn des Spieles, hofft aber auf die baldige Rückkehr von Bacek und Kapicka. Der EVL-Coach dazu: „Bacek kann nächstes Wochenende wieder spielen, Kapicka in zwei Wochen.“ Aus der 2. Liga Derweil hat der EVL 2000 kurz vor dem Ende der Wechselfrist noch einmal auf dem Transfermarkt zugegriffen. Vom Zweitligisten ESV Kaufbeuren wurde Dennis Drommeter verpflichtet. „Er bringt uns auf alle Fälle etwas Tiefe in den Kader“, freut sich Hurtik. Viel mehr weiß er über den 19-Jährigen aber nicht zu sagen, da der Wechsel, laut Vorstand Hans-Jürgen Böttcher, „sehr kurzfristig über die Bühne gegangen ist“. Hurtik hofft nun, des öfteren wieder mit vier Reihen auflaufen zu können, um die anderen Spieler zu entlasten. Drommeter, der stattliche 1,93 Meter misst, kommt mit der Empfehlung von 18 Zweitliga-Spielen in dieser Saison an den Lech. Zuletzt kam er beim ESVK aber kaum mehr zum Zug. Gegen die Spitze Am kommende Freitag gastieren die Roten Teufel Bad Nauheim (20 Uhr) in Landsberg. Am Sonntag spielt die Mannschaft bei Tabellenführer Herne.

Meistgelesene Artikel

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Ein Blick über den Tellerrand

Dießen – „Wenn ich an seinem Ufer steh weiß ich, ich liebe ihn, den Ammersee“ – mit einer Hymne auf Dießen und den Ammersee, gesungen und gespielt …
Ein Blick über den Tellerrand

Gewinnspiel: Tschiller und die Keinohrhasen

Landsberg – Er ist zweifellos der vielseitigste aber auch streitbarste Schauspieler und Filmemacher Deutschlands: Til Schweiger. Mit rund 50 …
Gewinnspiel: Tschiller und die Keinohrhasen

Kommentare