Den Schlüssel hat jetzt Edeka – Kaufering ist aus dem Rennen

Im Gerangel um die geplante Ansiedlung eines Edeka-Logistikzentrums liegt die Marktgemeinde Kaufering auf Position zwei. „Derzeit scheint die Umsetzung unseres Vorhabens kurzfristig eher in Landsberg realisierbar zu sein“, sagt Edeka-Pressesprecher Alexander Hippach auf Anfrage des KREISBOTEN. Mit Blick auf den Standort Frauenwald bezeichnet er die Gespräche zwischen Stadt und Edeka als „konstruktiv und zielführend.“

Die Abkehr vom Standort Kaufering ist im wesentlichen mit dem Unsicherheitsfaktor der von Bürgermeister Dr. Klaus Bühler ins Spiel gebrachten Bahngleisverlegung zu begründen. Denn nur so wäre es möglich gewesen, das Logistikzentrum im Bereich des Biomasseheizkraftwerkes allein auf Kauferinger Flur unterzubringen. Bereits bei einem Ortstermin am 26. Februar erörterten die Edeka-Verantwortlichen mit Dr. Bühler und seinen Stellvertretern Norbert Sepp sowie Manfred Nieß die Probleme. Hippach dazu: „Aufgrund unserer bisherigen Erfahrung mit der Bahn ist davon auszugehen, dass ein solches Vorhaben sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würde.“ Bühler ist da anderer Ansicht: „Wir hätten dies professionell und termingerecht abge- wickelt – weil wir es können.“ Während die Stadt Landsberg und Edeka das Projekt „Logistikzentrum im Frauenwald“ mit Hochdruck vorantreiben, Gutachten erstellen lassen und weitere Ge- spräche führen, wartet Bühler in dieser Woche mit einer vierseitigen Sonderausgabe des Kauferinger Mitteilungsblattes auf. Darin rechnet er nicht nur mit der freien Presse ab, sondern greift auch den südlichen Nachbarn an. Erst habe man dort der gemeinsamen Edeka-Lösung die Zustimmung verweigert und im nächsten Atemzug das städtische Grundstück im Frauenwald angeboten – „ohne jede eigene Vorarbeit.“ Dieses Areal, so Dr. Bühler weiter, sehe OB Ingo Lehmann aber als „Filetstück“ an, mit dem er „auf Besseres warten“ wolle. Und deshalb habe ihm Lehmann am 2. Februar angeboten, mit dem Frauenwald zurückzustehen, falls Kaufering eine eigenständige Lösung anbieten könne. OB Lehmanns Kommentar dazu: „Den Schlüssel hat Edeka!“

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