Schmerzliche Niederlage

Phillip Scharnagl (am Ball) trug sich gegen Friedberg II zweimal in die Torschützenliste des TSV Landsberg ein. Foto: Krivec

Eine begeisterndes Spiel haben die Handballer des TSV Landsberg in der Landesliga Süd gegen den TSV Friedberg II geboten: vollen Einsatz, tolle Spielzüge, Spannung bis zum Schluss, aber keinen Sieg. Ein paar vergebenen Chancen genügten, um aus einer starken Leistung eine bittere 30:31-Niederlage zu machen. Jetzt bleiben nur noch vier Spiele, um die notwendigen Punkte gegen den Abstieg zu holen. Vor Beginn des Spieles wurde bekannt, dass sich die Landsberger aus disziplinarischen Gründen von Oliver Götsch getrennt hatten. Seinen ersten Einsatz in der Landesliga dagegen hatte das Nachwuchstalent Max Matzer-Kernich.

Wieder begannen die Landsberger konzentriert und begegneten den spielstarken und technisch versierten Friedbergern auf Augenhöhe. Die Abwehr, in den ersten Minuten etwas zu passiv, stellte sich bald besser auf den Rückraum der Gäste ein. Vorne traf man auch, so verlief die Partie zunächst ausgeglichen. Dann liefen die Angriffe der Gastgeber immer besser, und in der Abwehr ließ man aus dem Spiel heraus kaum noch Treffer zu. Die Friedberger profitierten in der Folge nur von den Ballverlusten der Landsberger im Angriff, die sie aber sicher zu Gegenstoßtreffern nutzten. Eine richtig klasse Partie der Gastgeber war zu sehen, sie kämpften und spielten, Beni Kobold zeigte eine Spitzenleistung im Tor. Auch als es die ersten Wechsel gab und Friedberg das Tempo steigerte blieb es zunächst beim Vorsprung der Lechstädter. Erst in der Folge etlicher Strafzeiten vor der Pause ging der Fluss im Landsberger Spiel verloren, etliche klare Chancen blieben ungenutzt. Friedberg hingegen kam auf 16:15 heran. In der zweiten Hälfte legte Landsberg noch mal schöne Tore vor, tat sich dann aber immer schwerer. Der Gästekeeper steigerte sich zusehends und dem heimischen Angriffsspiel fehlte die Wucht und Präzision. Auf der anderen Seite gab’s Probleme die zwei Welle der Gäste zu stoppen und kassierte so manchen schnellen Gegentreffer. Strafzeiten kamen erschwerend hinzu, so musste man schließlich in der 39. Minute den Ausgleich zum 20:20 hinnehmen. Jetzt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch im dem Geburtstagskind Jörg Friedrich bei wichtigen Treffern immer wieder zur Stelle war und Severin Bartl am Siebenmeterpunkt eiserne Nerven beweis. Die Halle tobte, als Beni Kobold wieder einen Siebenmeter hielt und Landsberg auf 28:27 vorlegte (51.). Aber der TSV konnte sich einfach nicht absetzen. So stand es in der 56. Minute 30:30. Spannung pur. Ausgerechnet in dieser Phase vergab Landsberg drei klare Chancen, während sich Friedberg nicht lange bitten ließ, noch einen Treffer erzielte und die restliche Zeit clever runterspielte. Für die Landsberger eine bittere, weil unnötige Niederlage nach einer über weite Strecken tollen Leistung. „Das war lange Zeit eine ganz starke Leistung der Mannschaft, toll heraus gespielte Chancen, aber die entscheidenden nicht genutzt“, war das Fazit von TSV-Trainer Hubert Müller. „Man merkt in solchen Situationen natürlich auch den Druck unter dem wir stehen. Typisch für diese Saison, immer wieder hapert es an vielen Kleinigkeiten.“ Gegen die heimstarken Indersdorfer wir es am nächsten Wochenende mindestens einer Leistung auf ähnlichem Niveau bedürfen, um eine echte Chance zu haben. Für den TSV Landsberg spielten: Benjamin Kobold, Andreas Messner, Severin Bartl (5/5), Christian Eisen (3), Jörg Friedrich (7), Andi Lerch (3), Alex Neumeyer, Max Matzer-Kernich, Marco Müller (1), Roman Müller, Phillip Scharnagl (2), Sandor Schmid (4), Roberto Schwirkmann (2) und Tomas Schwirkmann (3).

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