Da tanzen die Puppen

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Das Schnürl-Theater lässt diesmal die Puppen im wahrsten Sinne des Wortes tanzen und setzt den berühmten Tanz des Herzog Ernst mit den Damen in Szene, zur Gitarrenmusik von Gruber und Maklar.

Landsberg/Kaufering – Das Marionettentheater „Am Schnürl“ feiert heeur gleich zwei Premieren: Der „Sommernachtstraum“, sehr frei nach Shakespeare im März, und ein Stück für Marionetten, Schauspieler und Musiker: das „Herzog-Ernst-Spiel“, das im Rahmen des Festivals „Faszination Gitarre“ aufgeführt wird.

Die Idee zu einem Herzog-Ernst-Spiel entstand schon vor zwei bis drei Jahren“, erzählt „Schnürl“-Initiator und Autor Helmut Glatz. „Die Initialzündung kam von Franz Xaver Rößle, der ja auch Vorsitzender von ‚ Faszination Gitarre‘ ist. Er hatte die Idee, dass Figuren und Schauspieler zusammen agieren könnten“. Doch von der Idee bis zur Verwirklichung verging einige Zeit, zum einen bedingt durch die lange „Heimatlosigkeit“ und den Umzug des Puppentheaters nach Kaufering, zum anderen durch das Thema.

„Es war sehr schwierig, sich an die Zeit des 15. Jahrhunderts anzunähern“, meint Glatz, der die Stücke alle selbst schreibt: „Doch dann hatte ich den Gedanken, dass das Stück über der Zeit schweben muss, es sollte, ähnlich wie Büchners ‚ Leonce und Lena‘ heiter und locker sein, aber trotzdem philosophisch. Außerdem war klar, dass nach alter Puppenspielertradition der Kasperl auch mit hinein muss“. Dann sei alles sehr schnell gegangen, die Bilder waren da und mussten nur noch aufgeschrieben werden.

Die vier Marionetten Herzog Ernst, die gelbe und die weiße Dame und natürlich der Kasperl kommunizieren einerseits mit dem Herold (gespielt von Juri Olbrich), andererseits mit den Musikern, dem bekannten Gitarrenduo Gruber und Maklar, die auch für das gesamte musikalische Arrangement verantwortlich zeichnen – Neuland für die Puppenspieler. Dazu kommen noch Tanzchoreografien, die die Spieler vor ganz neue Herausforderungen stellen. „Das wird ein höllisches Experiment“ schmunzelt Helmut Glatz.

Das „Herzog-Ernst-Spiel“ wird im Rahmen des Festivals „Faszination Gitarre“ zweimal im Landsberger Stadttheater aufgeführt: Am 30. April um 20 Uhr und am 1. Mai um 11 Uhr. Weitere Informationen unter www.amschnuerl.de.

Patricia Eckstein

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