Schock: Kapicka fällt aus

So schnell kann es gehen im Eishockey. Noch am letzten Dienstag war die Stimmung beim EV Landsberg 2000 nach dem 4:2-Sieg in Rosenheim bestens. Jetzt, eine Woche später, ist die Freude wieder komplett verflogen. Zum einen wegen der beiden Niederlagen gegen Deggendorf und Klostersee (siehe nebenstehender Bericht). Zum anderen aber wegen der schweren Verletzung von Mittelstürmer Michal Kapicka.

Der tschechische Mittelstürmer zog sich in Rosenheim einen Innenbandriss im Knie zu.„Das war ein unglücklicher Zusammenprall mit einem Gegenspieler“, erklärt sein Trainer Marian Hurtik. Er geht davon aus, dass Kapicka sechs Wochen ausfallen wird. Hurtik muss nun zusehen, wie er den Ausfall seines Kontingentspielers kompensieren kann. Keine einfache Aufgabe, zumal der Tscheche in einer Reihe mit seinem slowakischen Sturmkollegen Igor Bacek zuletzt stark aufspielte. Einen Ersatz wird es, laut Vereinschef Hans-Jürgen Böttcher aber vorerst nicht geben. „Wir werden keine Schnellschüsse wie in früheren Zeiten machen.“ Aber auch rein finanziell sind Neuverpflichtungen derzeit nicht zu stemmen, lässt Böttcher durchblicken. Stattdessen wird jetzt an der kommenden Saison gearbeitet. „Zehn bis 15 Spieler wollen wir halten“, sagt der 1. Vorsitzende. Fest mit dabei sind Sebastian Wolsch und Markus Rohde, die Zwei-Jahres-Verträgen haben. Eine Option für eine weitere Spielzeit haben Torhüter Peter Holmgren und Trainer Hurtik. „Wir gehen fest davon aus, dass beide bleiben“, ist sich Böttcher sicher. 2. Liga tabu Allerdings werden sie wohl weiter in der Oberliga auflaufen müssen. Wegen der Finanzen ist das Thema „2. Liga“, trotz allen Erfolges, derzeit tabu. „Es sei denn es kommt ein kleiner Scheich vorbei und legt 250.000 Euro auf den Tisch“, scherzt Böttcher. Allerdings rechnet der Landsberger Vereinsboss damit, dass sich die Ligen-Zusammensetzung in der nächsten Saison ohnehin ändert. „Ich denke, es wird in Nord und Süd aufgeteilt und da darf man gespannt sein, wie das gemacht wird“. Mittlerweile ist bekannt, dass die dritthöchste deutsche Eishockey Liga in drei Gruppen aufgeteilt wird. Details sollen in den nächsten Wochen ausgearbeitet werden. Ein prominenter Gegner hat sich dagegen schon für diese Saison angesagt: Die Augsburger Panther kommen am 17. Februar zu einem Freundschaftsspiel nach Landsberg. Gute Nachrichten gibt es unterdessen von Boris Zahumensky. Der Slowake, der sich im Spiel gegen Dortmund fünf Wirbel brach, ist weiter auf dem Wege der Besserung. „Er wird jetzt wohl die Reha in seiner Heimat fortsetzen können“, sagt EVL-Vorstand Böttcher. An eine Rückkehr nach Landsberg glaubt er aber, zumindest in dieser Saison, nicht mehr.

Meistgelesene Artikel

Aufprall auf Lkw

Buchloe/Landsberg – Ein Unfall auf der A96 bei Wiedergeltingen im Landkreis Unterallgäu hat am vergangenen Dienstag für einen 53-jährigen Autofahrer …
Aufprall auf Lkw

"Nicht in dieser Dimension!"

Landsberg – 50 Bewohner der Schwaighofsiedlung haben in einer Versammlung gegen den geplanten Neubau der Obdachlosenunterkunft an der Jahnstraße …
"Nicht in dieser Dimension!"

Caligula auf Ritalin

Landsberg – Der Inn gurgelt, das Hochwasser kommt, der Pegel steigt. Sigi Zimmerschieds Auftritt im Landsberger Stadttheater spült alles weg, was …
Caligula auf Ritalin

Kommentare