Schöne Künste am Ammersee – ADK veranstaltet traditionellen Kunsthandwerker

Die Arbeitsgemeinschaft Dießener Kunst, ADK, freut sich: Trotz hochsommerlicher Hitze tummelten sich beim Kunsthandwerkermarkt am See den ganzen Himmfelfahrtstag über Kunstsammler und -liebhaber. Groß rausgekommen sind vor allem die Keramiken der Gebrüder Seelos, die Wohnideen von Designerin Barbara Gottschalk und natürlich die Schmankerl von Dießener Fischern.

„Wir haben ganz neue Zielgruppen entdeckt“, fasst ADK-Vorsitzender Wolfgang Lösche am Ende eines ereignisreichen Tages zusammen. Neben den Stammgästen aus den Großräumen Augsburg und München seien überaus interessierte Besucher aufgefallen, die man zum ersten Mal zwischen Pavillon am See und Dampfersteg sah. „Das freut uns besonders“, sagt Lösche und betont, dass es ein Hinweis auf die Lebendigkeit und Kreativität des örtlichen Kunstschaffens ist, wenn sich über das große Potential der langjährigen Stammkunden hinaus auch junge Besucher für die typisch Dießener Kunstgewerke begeistern, „Besucher, die nicht nur schauen, sondern die Kommunikation und den Austausch mit den Kunstschaffenden suchen.“ Im Zentrum das Marktcafé Es bot sich auch ein buntes, sommerliches, nahezu mediterranes Bild. Den Markt am Seeufer bestimmten ideenreiche Stände mit farbigen Sonnenschirmen. Im Zentrum bündelte das Marktcafé die Besucher, die sich inmitten des Marktgeschehens niederließen, um bei Kaffee und Kuchen das Geschehen auf sich wirken zu lassen. Dicht umlagert waren die lebenden Werkstätten, wie die fahrbare Schmiede von Kunstschmied Walter Spensberger und der Sattlerei mit Michael Ruoff. Keramik, die in Dießen seit dem Mittelalter eine Heimat hat, die Zinngießer und vor allem auch die Goldschmiede belegten viele Stände. Holzbildhauerei, Steinmetzarbeiten und textiles Gestalten rundeten das Bild ab, das sich in der ADK-Kunsthalle fortsetzte. Sie bot einen facettenreichen und aktuellen Querschnitt aller 30 ADK-Mitglieder und präsentierte vor allem das aktuelle Schaffen auf einen Blick mit Gemälden, zeitgenössischer Glasgestaltung und Papierarbeiten, die unter freiem Himmel nicht zu sehen waren. Sogar der Senior des keramischen Schaffens und Forschens, Ernst Lösche, hat sein Keramikzentrum am Kirchsteig verlassen, um Marktluft zu schnuppern und die Atmo­sphäre am See zu erleben. Aufgefallen ist den Besuchern auch die neue Beschriftung auf der Frontseite des Pavillons am See. Das denkmalgeschützte Bauhausgebäude weist seit kurzem mit großen Lettern auf das „Kunst Handwerk Dießen“ hin. „Wir sind stolz auf den Schriftzug“, berichtet Lösche. Beauftragt mit der Gestaltung der Versalien wurde der Schondorfer Künstler und Schrif­ten­gestalter Andreas Kloker, der fern von Computertypografie ge­radlinige Lettern entwarf und in Metall ausführte, „das entspricht unserem Stil und passt zum Bau­- haus-Pavillon.“ Wie es seit über drei Jahrzehnten der Brauch ist, klang auch heuer der Markt, der jedes Jahr zu Mariä Himmelfahrt stattfindet, mit einem gemeinsamen Abendessen der Diessener Kreativen in den Seeanlagen aus. Die Kunsthalle ist bis Oktober täglich geöffnet, mehr dazu gibt es unter www.diessener-kunst.de.

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