Und schon wieder: Unentschieden

Eigentlich sah es so aus als würden die Landesliga Handballer des TSV Landsberg nach den letzten zweimal Unentschieden endlich – gegen den TSV Unterhaching – gewinnen können. Gegen die äußert körperbetont auftretenden Gäste sind die Landsberger zu Hause bis zur 45. Minute auch wie eine Spitzenmannschaft aufgetreten. Den „Handballarbeitern“ aus Unterhaching – von „Spiel“ war bei ihnen lange nichts zu sehen – boten sie Paroli und setzen auch spielerische Glanzlichter. Erst zum Schluss ließen sie sie herankommen und mussten schließlich sogar über den einen Punkt zufrieden sein.

Der Spielbeginn war bestimmt von der harten Gangart der Hachinger – aber die Landsberger hielten dagegen. Sie arbeiteten gut in der Abwehr und erspielten sich schöne Treffer vom Kreis und aus dem Rückraum. In der 13. Minute lagen sie erstmals zwei Tore vorn (7:5). Die Gäste fanden gegen die offensive Heimabwehr wenig spielerische Antworten und rannten sich bei ihren Angriffen oft fest. Bei noch besserer Chancenverwertung hätte der Vorsprung der Gastgeber noch schneller wachsen können, so zog sie erst in den letzten Minuten vor der Pause auf 16:12 davon. Daran knüpften die Landsberger in der zweiten Hälfte an und legten in Überzahl auf 18:12 vor. Den Gegner hatten sie in Abwehr und Angriff unter Kontrolle. Von der ruppigen Spielweise der anderen ließen sie sich nicht aus dem Konzept bringen. Aber die cleveren Unterhachinger gaben nicht auf und nützen jeden Fehler ihrer Gegner: Als diese in der 42. Minute in Unterzahl waren, den fälligen Siebenmeter hatte Benjamin Kobold noch reaktionsschnell gehalten, nutzten sie die Gelegenheit zu zwei schnellen Toren. Jetzt verlor das Landsberger Spiel zusehends an Linie, vielleicht war man sich des Erfolgs auch schon zu sicher. Die technisch versierten Hachinger kamen mit Einzelaktionen immer wieder zum Erfolg. In der bisher so aufmerksamen Landsberger Abwehr ging immer wieder die Ordnung verloren und das ermöglichte den Gästen einfache Tore. Clever witterten die nun ihre Chance, während auf der anderen Seite bei einigen die Nerven zu flattern begannen. Plötzlich kippte das Spiel. Der Ausgleich (26:26/ in der 54. Minute) war die logische Folge, jetzt brachten die Landsberger einfach keinen Ball mehr ins gegnerische Tor und als sie sogar 26:28 zurücklagen (56. Minute), sah es eher nach Niederlage aus. Aber mit einer Energieleistung gelang es dann doch noch 50 Sekunden vor Schluss den Ausgleich zu erzielen. „Heute hat man gesehen was wir eigentlich drauf haben, die Mannschaft kann auch gegen einen solchen Gegner guten, erfolgreichen Handball spielen“, so der Landsberger Trainer Hubert Müller zum Spielverlauf. „Man hat aber auch gesehen was uns an Cleverness und Routine noch fehlt, da hat Unterhaching mit ehemaligen Regionalliga- und Bayernligaspielern einfach die erfahreneren Leute. Aber das kann man nur im Spiel lernen. Und da haben unsere Gegner ja zum Teil einiges mehr auf dem Buckel. Schade, aber wir müssen auch mit dem einen Punkt zufrieden sein.“ Nächstes Wochenende ist spielfrei, wenn sich die Herren mit ihrer Vorführung beim Handballerball bewähren.

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