Klare Schwerpunkte

+
Ein großer Teil des Landkreis-Haushalts fließt auch in den Schulentwicklungsplan. Etwa bekommt das Ignaz-Kögler-Gymnasium neue Lehrerzimmer und eine Mensa.

Landkreis – Eine „runde Sache“ sei der Haushaltsplan 2014, so Landrat Walter Eichner. Schwerpunkte der Finanzplanung sind der Schulentwicklung, Klimaschutzkonzept und Inklusion – das berichteten Thomas Markthaler und Jürgen Felbinger aus der Kämmerei. 

Mit ein bisschen Wehmut startete Landrat Walter Eichner in seine letzten Haushaltsberatungen. Doch der Entwurf sei für Eichner eine runde Sache: Im kommenden Jahr legt der Landkreis sein Augenmerk auf die Investitionen im Rahmen des Schulentwicklungsplans, Klimaschutzkonzepts und der Herstellung von baulicher Inklusion. Beispielsweise wird für 50000 Euro ein Treppenlift für Rollstuhlfahrer im Foyer des Landratsamtes eingebaut. Auch die Wohnungen im Färbergaßl in Dießen sollen für 150000 Euro behindertengerecht saniert werden.

Klimaschutzmanager

Erste Schritte für die Umsetzung des beschlossenen Klimaschutzkonzepts ist die Ein-führung einer Stelle im Landratsamt für einen Klimaschutzmanager. Für eine bessere Energiebilanz im Sinne des Klimakonzeptes wird die Fassade des Sitzungssaals mitsamt den Fenstern für 510000 Euro erneuert.

Damit auch die Schulen im Landkreis auf dem neuesten Stand sind und das bekommen, was sie brauchen, hatte der Kreistag einen Schulentwicklungsplan beschlossen. Die erste größere Maßnahme daraus kommt der Wolfgang-Kubelka-Realschule in Schondorf zugute: 1,65 Millionen Euro lässt sich der Landkreis die Generalsanierung der Buben-Realschule kosten, inklusive Brand-schutz, Aufzug, Kiosk und WC Umbau. Für eine neue Sporthalle kommen noch einmal 100000 Euro dazu.

Schulerweiterung

Auch das Ignaz-Kögler-Gymnasium ist bereits im nächsten Jahr dran und bekommt für 650000 Euro ein neues Lehrerzimmer sowie eine Mensa. Obwohl es nicht die Aufgabe des Landkreises ist, unterstützt er im kommenden Jahr die Erweiterung der Liebfrauenschule Dießen mit einer Zuweisung von über 1,3 Millionen Euro. Weiterer „Brocken“ der kommenden Haushaltsjahre ist die Erweiterung des Landratsamtes. 2014 können für die Planungen 85000 Euro augegeben werden. Im Jahr darauf soll dann tatsächlich für über 1,7 Millionen erweitert werden. Für rund 1,5 Millionen Euro wird im nächsten Jahr auch die Mülldeponie in Hofstetten auf Vordermann gebracht. Mit drei Millionen Euro schlägt die größte Straßenbaumaßnahme im Landkreis zu Buche: die Bahnbrücke in Geltendorf muss neu gebaut werden.

Schulden abbauen

Rund 5,14 Millionen Euro sind als Endbestand an Liquiditätsreserven des Landkreises veranschlagt. „Derzeit gibt es Förderprogramme für Kreditneuaufnahmen“, berichtete Markthaler. Werden neue Kredite aufgenommen, so könne der Schuldenstand bereits 2015 maßgeblich verringert werden, was das Ziel sei, nachdem die Schulden 2012 auf einem Höchststand waren. Bis 2017 sollen insgesamt rund 4,8 Millionen an Schulden abgebaut werden.

Insgesamt liege die vorläufige Umlagekraft bei über 106,88 Millionen Euro, so Markthaler. „Das entspricht gegenüber 2013 einem Anstieg von 8,1 Prozent.“ Insbesondere sei der Anstieg dem Zuwachs der Gewerbesteuern geschuldet – wobei der Landkreis einen über­- durchschnittlichen Zuwachs verzeichne. Als zentrale Rechnungsgröße für den Haushalt fehle aber der genaue Betrag der Schlüsselzuweisungen. „Die Spitzengespräche um den finanziellen Topf finden erst am 5. Dezember statt“, so der Kämmerer. Er rechne mit einer Bekanntgabe in der letzten Kreistagssitzung des Jahres am 17. Dezember, dann könnte über den Haushalt auch gleich abgestimmt werden.

Janina Bauch

Meistgelesene Artikel

Ein Kreisverkehr ist out

Kaufering – Pendler, die morgens zur Hauptverkehrszeit auf der alten B17 in Richtung Landsberg unterwegs sind, kennen das Problem zur Genüge. Wenn …
Ein Kreisverkehr ist out

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Landsberg – Die Stadt hat den Bewohnern der Schwaighofsiedlung, dem Bauträger und den Interessenten für die 23 Reihenhäuser an der Jahnstraße im Jahr …
Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Kommentare