Gemeinsam für eine Schule

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Die elf Verbandsräte des neuen Schulverbandes (vorne von links): Susanne Plesch, Herbert Kirsch (Schulverbandsvorsitzender) und Beatrice von Liel; dahinter (v. links) die Bürgermeister Siegfried Luge (Eching), Josef Lutzenberger (Utting), Johann Albrecht (Greifenberg), sowie Siegfried Weißenbach (Finning), Benedikt Berchtold (Hofstetten), Richard Michl (Windach), Josef Loy (Eresing) und Alexander Herrmann (Schondorf).

Dießen – Nach dem Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz muss für eine Schule, die mehreren Gemeinden dient, ein Schulverband gegründet werden – also auch für die Mittelschule Dießen. Die geschah Kraft Gesetz am 1. August, doch erst in der vergangenen Woche fand die konstituierende Sitzung im Dießener Rathaus statt.

Derzeit besuchen 338 Schüler die Mittelschule in Dießen. Davon kommen 101 Buben und Mädchen aus der Marktgemeinde selbst, die weiteren aus Windach (48), Utting (31), Schondorf (31), Finning (29), Hofstetten (25), Greifenberg (19), Eching (18) und Eresing (16) hinzu. Bereits seit 1999 ist die Schule M-Zweig-Standort. Seitdem ist die Gemeinde Dießen offiziell Sitz des neuen Mittelschulverbandes, dessen Vertreter Bürgermeister Herbert Kirsch einstimmig zum Schulverbandsvorsitzenden wählten. 

Stellvertreter ist Bürgermeister Josef Lutzenberger aus Utting. Der elfköpfigen Schulverbandsversammlung, dem beschließenden Organ des Verbandes, gehören neben den Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden die Dießener Gemeinderätinnen Beatrice von Liel und Susanne Plesch an. In einen Schulverband entsendet jede Gemeinde mindestens ein stimmberechtigtes Mitglied, ab 50 Schülern zwei und ab 100 Schülern drei Verbandsräte. 

Kein Neubau 

Die Verbandssatzung und die Geschäftsordnung sollen in der nächsten Sitzung beschlossen werden. Per Grundsatzbeschluss wurde die Bewirtschaftung des Schulvermögens einschließlich der Kassengeschäfte auf die Sitzgemeinde Dießen übertragen. Da der neu gegründete Schulverband eine juristische Person des öffentlichen Rechts ist, wäre es theoretisch zwar möglich aber nicht zweckmäßig gewesen, auch einen Schulneubau andernorts zu beschließen oder eine andere Gemeinde als Sitzgemeinde zu bestimmen, erläuterte Verbandsvorsitzender Kirsch. 

Ausgiebig diskutiert wurde die Gestaltung eines Vertrages zwischen dem Markt Dießen und dem Schulverband zur Überlassung der Schulanlage. Nun ist es Aufgabe der Dießener Gemeindeverwaltung unter der Regie von Andreas Graf von der Kommunalaufsicht im Landratsamt und gemeinsam mit den Kämmerern der Verbandsgemeinden die anfallenden Kosten zu errechnen und auf die einzelnen Gemeinden umzulegen. Erfahrungswerte dazu gibt es aufgrund der vorangegangenen Zusammenarbeit im Schulverbund. 

Im Vertrag zur Überlassung der Schulanlage zwischen dem Markt Dießen und den Verbandsgemeinden sollen neben den Personalkosten unter anderem auch Obergrenzen für das Anlagevermögen und für Neuanschaffungen festgeschrieben werden – bei 30000 Euro sollen sie liegen. Einen eigenen Haushalt für den Schulverband soll es ab 2016 geben. 

Bis dahin wird noch auf der Grundlage des bisherigen Schulverbundvertrages abgerechnet. Michael Bauer, Schulleiter der Carl-Orff-Mittelschule, lud die Verbandsmitglieder zu einer Führung durch die Schule ein. Bezüglich der Schülerzahlen für die Mittelschule geht man aktuell davon aus, dass sich diese in den kommenden Jahren bei rund 330 einpendeln wird. Außerdem besuchen 333 Grundschüler die COV.

Ursula Nagl

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