Mit Schwung in der Wand

„Zügig und mit Vollgas“ möchten Kurt Bergmaier (FW) und Wolfram Häberle (CSU) ihre gemeinsame Planung des Schondorfer Jugendhauses nun im Detail ausarbeiten und möglichst bald umsetzen. In jüngster Sitzung beauftragte der Gemeinderat das aus Architekt und Bauingenieur bestehenden Team mit der Realisierung des aktuellen, hinsichtlich der Kosten abgespeckten Entwurfs.

Zwei neue Entwürfe wurden dem Gemeinderat zur Beratung vorgelegt. Beide greifen im Westen die Baulinie des Rathauses auf. Bei der größeren Variante A könne das Erdgeschoss auf einem fünfeckigen Grundriss, mit zum Teil gerundeten Außenwänden, zu hundert Prozent behindertengerecht ausgeführt werden. Neben einem großen Veranstaltungsraum (68 Quadratmeter) befinden sich im Erdgeschoss die Küche, zwei Gruppenräume sowie eine Behindertentoilette. Küche und Verkehrsfläche sind auf ein Mi­ni­mum reduziert. Sämtliche Räume können jedoch bei Bedarf erweitert oder anderweitig – zum Beispiel als Bühne – genutzt werden. Im Untergeschoss sind bei gleichem Zuschnitt das Büro von Jugendpflegerin Kristina Krone, die übrigen sanitären Einrichtungen und ein Lagerraum vorgesehen. "Nur" 394000 Euro Die Nutzung der übrigen Fläche im Untergeschoss ist noch nicht festgelegt. Die Kosten belaufen sich für rund 286 Quadratmeter auf 512 000 Euro, abzüglich des zu erwartenden staatlichen Zuschusses, der vom Bayerischen Jugendring bei der angestrebten 15-prozentigen Unterschreitung der aktuellen Energieverordnung vergeben wird, muss die Gemeinde 394000 Euro stemmen. 400000 Euro sind bereits in den Haushalt eingestellt. Die kleinere, preisgünstigere Variante B (340000 Euro) mit rechteckigem Grundriss und Jet-Dach fand vor diesem Hinter­grund nur wenige Anhänger. Uta Klauß (CSU) befürchtete allerdings, die geschwungenen Außenwände von Variante A würden die Baukosten unnötig in die Höhe treiben. Bergmaier betonte jedoch, dass sich dieser Schwung in den Baukosten „kaum bemerkbar“ mache. Ihm sei es wichtig, dass sich das Jugendhaus in seiner äußeren Erscheinungsform von einem Verwaltungsbau unterscheide. "Nett soll’s sein!" „Für noch weniger Geld bekommen wir kein Jugendhaus“, meinte auch Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD). Der Preis entspreche mittlerweile fast einem Einfamilienhaus. „Der Preis­unterschied zwischen Variante A und B sollte nicht ausschlaggebend sein. Es handelt sich um ein wertvolles Grundstück und Variante A ist deutlich attraktiver als der rechteckige Würfel“, meinte auch Mirko Krabbisch (Grüne). „Das Jugendhaus soll nett aussehen und es soll endlich vorangehen; alle warten darauf“, bekräftigte Marlene Orban (SPD). Auf Anfrage von Andreas Dohm (FW), bestätigte Bergmaier, dass im Osten ein Anbau möglich wäre. Die Mehrheit des Gremiums sprach sich mit 9:6 Stimmen für die teurere Variante A aus.

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