Sechs Siege in Serie

Der TSV Landsberg, insbesondere Muriz Salemovic, ist derzeit kaum zu stoppen: In Durach sicherte sich das Team den sechsten Sieg infolge. Foto: Krivec

Wer einen richtigen Lauf hat, wird auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn geworfen. Zwar befürchtet man beim TSV Landsberg, dass bei Spielertrainer Sven Kresin erneut das Kreuzband lädiert ist und er damit monatelang ausfällt. Auf die sportlichen Leistungen haben sich die Verletzungsprobleme aber bislang noch nicht ausgewirkt: Mit dem 2:1 (1:0) in Durach bleibt man weiter an der Tabellenspitze und feierte den sechsten Sieg in Folge – an eine derartige Serie kann sich auch Hintermeier nicht erinnern.

Besonders beeindruckend ist dabei, dass die Erfolge nicht etwa dem Glück geschuldet sind. Zum einen befindet sich Muriz Salemovic seit Wochen in herausragender Form, wie er auch in Durach nicht nur wegen seiner beiden blitzsauberen Treffer (37. und 69. Minute) zeigte. Zudem konnten die Allgäuer den ebenfalls wieder starken Markus Obermayer im Landsberger Tor trotz einiger guter Chancen nur einmal bezwingen (Wölfel/60.). Aber auch der Rest des Teams zeigte sich wieder engagiert, spielfreudig und auch clever. „Wir hatten keine großen Probleme“, so Abteilungsleiter Sepp Hintermeier, „das war ein absolut verdienter Sieg.“ Mit so souveränen Auftritten war nicht unbedingt zu rechnen, als man vor der Saison vor allem junge Spieler aus unteren Ligen verpflichtete, „aber der Kader gibt es im Moment einfach her.“ Trotz Siegen in Serie und jetzt schon 30 Punkten kann man sich im Moment an der Tabellenspitze nicht von Gundelfingen (28) und Raisting (26) lösen, die ebenfalls ihre Spiele mit 2:1 gewannen. Das stört Hintermeier aber gar nicht besonders, „wir dürfen sowieso nicht erwarten, dass wir ewig an der Tabellenspitze bleiben.“ Dem Funktionär ist etwas ganz anderes auf den Magen geschlagen: „Wir schlagen daheim Gundelfingen, die Zu-schauer sehen ein ausgezeichnetes Spiel, dann gewinnen wir zweimal auswärts und beim nächsten Heimspiel haben wir 50 zahlende Zuschauer. Ich muss sagen, das hat mich regelrecht erschüttert. Wir haben ja auch eine Tribüne, auf der 350 Leute schonmal nicht nass werden, das Wetter kann also auch nicht der Grund sein.“ Der Frust ist verständlich, zumal seine Truppe derzeit wahrlich attraktiven Fußball spielt, sich das aber nicht auf die Zuschauerzahlen auswirkt. „Da packt einen dann der Neid, wenn man sieht, wie in Durach 300 Mann Stimmung machen.“ Für Hintermeier sogar ein Grund, auf lange Sicht das Fortbestehen der Mannschaft in dieser Form infrage zu stellen. „Ich kann ja keinen hertragen. Auf Dauer geht´s so aber nicht, mit dieser Resonanz kann man so ein Niveau nicht mehr bieten. Das rechtfertigt auch nicht den Aufwand, den wir haben, und das Engagement, das man bei uns an den Tag legt.“ Möglicherweise sieht die Welt aber am Samstag (15 Uhr) schon wieder anders aus – dann haben die Zuschauer beim Spiel gegen Mering die Gelegenheit, die Leistungen des Teams zu würdigen. Platz elf ist nicht das, was man sich beim SVM erwartet hat, Hintermeier hätte „mehr erwartet“. Zwar warnt er, dass die Mannschaft trotzdem sehr gut besetzt sei. „Mit unserer derzeitigen Euphorie können wir durchaus auch dieses Spiel gewinnen, wenn wieder alles passt.“

Meistgelesene Artikel

Noch ein Protest-Kunstwerk

Holzhausen – Wie einst Asterix und seine Gallier gegen die Römer kämpfen Daniel Fusban und seine Holzhauser Mitbürger gegen die übermächtige …
Noch ein Protest-Kunstwerk

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Landsberg – Die Stadt hat den Bewohnern der Schwaighofsiedlung, dem Bauträger und den Interessenten für die 23 Reihenhäuser an der Jahnstraße im Jahr …
Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Kommentare