Wenn "Der Kobold" lockt

+
„Servus, bis zum Jubiläumsjahr 2017“, sagt Regisseur Florian Münzer (im blauen Anorak) mit seinem Schauspieler- und Mitarbeiter-Team nach 18 erfolgreichen Vorstellungen von Nestroys Zauberposse „Der Kobold“ in der Uttinger Seebühne.

Utting – Als absolut wetterfest haben sich Schauspieler, Mitarbeiter und Besucher der Uttinger Seebühne in den zurückliegenden Wochen erwiesen. Trotz der Wetterkapriolen konnten von den angesetzten 20 Vorstellungen von Nestroys Zauberposse „Der Kobold“ 18 komplett durchgespielt werden.

Bei Regen und Kälte harrte das Publikum oft aus und wärmte sich mit viel Beifall für die tollen schauspielerischen Leistungen der Akteure auf. Nur eine einzige Vorstellung musste in der Mitte des zweiten Teils wegen Starkregens abgebrochen werden. Einen Abend wurde das Spiel wetterbedingt ganz abgesagt. Den sechs Wassernixen und ihrer Nixenkönigin hätte der Dauerregen nichts ausgemacht, mussten sie doch jeden Abend weit in den Ammersee raus schwimmen, um die Illusion realistisch zu machen.

Insgesamt waren die Organisatoren zufrieden, über 4.000 Besucher fanden den Weg zu der Freilichtbühne direkt am See in der grandiosen Naturkulisse des Uttinger Summerparks. Die Auswahl des 178 Jahre alten Nestroy-Stücks hatte sich als goldrichtig erwiesen. Lachen, Amüsieren, Staunen und auch Nachdenken konnte man zwei unterhaltsame Stunden lang. Und die Mixtur aus engagierten Amateurschauspielern mit professionellen Theaterleuten sorgte einmal mehr für spannende Kurzweil.

Überragend und mit viel Szenenapplaus bedacht zeigte sich dabei der Uttinger Karl Wilhelm, im normalen Leben Ingenieur. Als einfältiger „Parapluimacher“ Staberl konnte er sein humoristisches Talent voll zur Entfaltung bringen und hatte die Lacher stets auf seiner Seite. Sein größter Fan: Uttings Bürgermeister Josef Lutzenberger, der die Aufführung gleich zweimal besuchte. „Wegen Staberl und den tollen Fischsemmeln“, wie er auch das Catering vor der Vorstellung und in der Pause lobte.

Nach der Seebühne ist vor der Seebühne! Im nächsten Jahr wird ein Jubiläum gefeiert, das 20-Jährige. Und dann soll ein ganz besonders Stück inszeniert werden. Regisseur Florian Münzer und sein Team sitzen bereits über den Planungen, wollen aber noch nichts verraten außer: „Es wird spektakulär!“

Dieter Roettig

Meistgelesene Artikel

Wieder das eigene Wasser

Kaufering – In jüngster Vergangenheit sahen sich die Bürger von ihrer Marktgemeinde unzureichend mit Informationen versorgt. Für den nicht …
Wieder das eigene Wasser

Umbau für eine "strahlende Zukunft"

Landsberg – Aus Irland direkt in die Lechstadt: Richard Kingston (CMC Capital) hat am Mittwoch mit Erfolg für das neue Lechland-Center geworben. Eine …
Umbau für eine "strahlende Zukunft"

Mit High-Tech auf Raserjagd

Landsberg – Wird in Landsberg besonders brav Auto gefahren? Diesen Schluss legen die Zahlen nahe, die Ordnungsamt-Chef Ernst Müller am Mittwochabend …
Mit High-Tech auf Raserjagd

Kommentare