Seit 60 Jahren ausverkauft

Auch in diesem Jahr zeigt der Frauenbund Dießen sein legendäres Faschingstheater, hier mit Petra Rauch und Edeltraud Scheidl. In diesem Jahr holen sie das Beste aus den 60 Jahren ihrer Theatertradition auf die Bühne. Foto: Bentele

Vor sechs Jahrzehnten haben sie zum ersten Mal die Narrenkappe aufgesetzt und sind auf die Bühne gestiegen: Im Februar 1952 hauten Frauen vom Katholischen Frauenbund Dießen ganz schön auf die Pauke und begründeten eine Theater-Tradition, die von Jahr zu Jahr immer beliebter wird. Zum runden Geburtstag gibt es nun ein Wiedersehen mit Sketchen, die zum Teil von den Gründerinnen selbst geschrieben worden sind. Von Montag, 13. Februar, bis Freitag, 17. Februar, gibt es insgesamt sechs Vorstellungen.

Sie haben Ruhm und Ehre eingespielt: Der Frauenbund-Fasching ist jedes Jahr in aller Munde. Brigitte Haugg kündigt an, dass sich heuer allerdings einiges ändert: „Die Gemeinderäte müssen nicht in die Skiferien fahren, denn es wird dieses Mal keiner d’r bleckt oder ausg’sunga.“ Auch der Bürgermeister müsste nichts befürchten, „denn wir haben ein großartiges ‚Revival’ aus der Klamotten- und Erinnerungskiste gezogen.“ Fast schon historische Einakter würden wieder arrangiert, alte Lachnummern neu inszeniert, erzählt Maria Steinle, die in den vergangenen Jahren immer die Dorfpolitik auf die Schippe nahm in ihren selbst verfassten Dialogen, Liedern und Gedichten. Manchmal waren diese ganz schön verwegen und offenbarten, was die Rathauspolitik nicht gerne an der Öffentlichkeit sah. Heuer kommt der Frauenbund-Fasching aber ganz unpolitisch daher. Da wird natürlich wieder getanzt, gesungen, Musik gemacht, manches ist komisch, manches nostalgisch – aber in jedem Fall bleibt kein Auge trocken.“ „Und wir holen einiges nach“, erinnert Gitti Haugg ans vergangene Jahr, als der Frauenbund-Fasching ausgefallen ist, weil die Frauen Trauer getragen haben um ihre Freundin Lisa Lampl. Lampl, Publikumsliebling der Bühne, hatte den ganzen Winter über Texte gelernt, Kostüme zusammengestellt, kräftig geprobt und sich auf die närrischen Auftritte gefreut. Aber viel zu früh haben sie die himmlischen Mächte zu sich geholt. „Deshalb“, sagt Petra Rauch, „ist unser Programm 2012 auch eine Hommage an Lisa.“ Die Faschingsgaudi läuft von Montag, 13. Februar, bis Freitag, 17. Februar, täglich um 19.30 Uhr. Eine zusätzliche Nachmittagsvorführung beginnt am Mittwoch, 15. Februar, um 14.30 Uhr. Kartenreservierungen täglich von 14 bis 18 Uhr unter Tel. 0178/4557573.

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