Sensibel und anschaulich

Kindern anspruchsvolle Musik nahe zu bringen und dabei Spaß zu bereiten ist das Anliegen des Ensembles „Concierto München“. Das ganze in eine bezaubernde Inszenierung zu verwandeln ist der Anspruch, den die Truppe um den Leiter und Dirigenten Carlos Domínguez-Nieto bereits in der letzten Saison mit „Wolferl“ unter Beweis gestellt und mit seiner Version von Sergej Prokofievs „Peter und der Wolf“ wieder einmal gezeigt hat

. „Früh am Morgen öffnet Peter die Gartentür und tritt hinaus auf die große grüne Wiese…“ – so ist der bekannte Einstieg in Prokofievs musikalisches Märchen „Peter und der Wolf“. Doch bevor die Geschichte richtig losgehen konnte, stellte Erzähler und Dirigent Carlos Domínguez-Nieto erst einmal die Akteure vor: Mit Hilfe der Kinder ordnete er jeder Figur ein Instrument und die entsprechenden Musiker des elfköpfigen Kammerorchesters zu. Dabei erfüllt jedes Instrument eine bestimmte Funktion, indem es nicht nur die Figur, sondern auch den Charakter und die Grundstimmung der Situation darstellt. "Augen auf, Ohren auf!" Sensibel und anschaulich macht Carlos die Kinder auf die Besonderheiten der Melodien aufmerksam; auf die Fröhlichkeit des Peter-Motivs, auf das Quaken der Ente, die Samtpfoten der Katze und das Fagott-Schimpfen des Großvaters. Lustig und flink klingt der Vogel, angsteinflößend und raubtierhaft der Wolf. Und dann ging es los: „Augen auf, Ohren auf, Mund zu!“ Gebannt verfolgten die Kinder im vollbesetzten Stadttheater die Geschichte von dem kleinen Jungen und seinen Freunden, dem es gelingt, den gefährlichen Wolf zu fangen. Liebevolles Puppenspiel Dabei reduziert Concierto München in Zusammenarbeit mit dem Puzzletheater den Erzähltext auf das absolut Wesentliche, Augenmerk liegt auf dem liebevollen Puppenspiel und natürlich der virtuos gespielten Musik, die sich perfekt ergänzen. Auch die Komik kommt nicht zu kurz, besonderen Spaß haben die Kinder an dem ungleichen Kampf zwischen Vogel und Wolf, bei dem der zottelige Wolf natürlich unterliegt. Überhaupt gelang es dem Ensemble, die Aufmerksamkeit der Kinder von der ersten bis zur letzten Minute zu fesseln. Viel zu schnell war die Stunde vorüber, der Eindruck hielt noch länger an. Zum Glück gibt es CDs und Spielzeugtiere, mit dem sich zumindest einige der begeisterten kleinen Zuschauer noch länger mit „Peter und dem Wolf“ beschäftigen konnten…

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