Retten am Limit

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Hauptaufgabe der Wasserwacht ist die Wasserrettung: Damit im Ernstfall nicht schief geht, müssen die Einsätze geübt werden wie hier bei der Ortsgruppe Kaufering.

Landkreis – Im Ehrenamt liegt der Ursprung des BRK. Im Kreisverband Landsberg engagieren sich derzeit 1116 Mitarbeiter ehrenamtlich. Mit 606 Mitgliedern stellt dabei die Wasserwacht mit ihren neun Ortsgruppen die zahlenmäßig größte Gemeinschaft dar. Zu den Aufgaben der Wasserwacht gehören aber nicht nur das Rettungsschwimmen oder Rettungstauchen, auch der Naturschutz spielt in diesem Bereich eine große Rolle.

Die neun Ortsgruppen der Wasserwacht verteilen sich beinahe auf den ganzen Landkreis: Am Ammersee sind dies Dießen, Eching, Schondorf und Utting. Weitere finden sich in Landsberg, Kaufering, Prittriching, Rott und Penzing. „Die Aufgaben und Größen der einzelnen Ortsgruppen sind dabei sehr unterschiedlich“, erläutert BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner. Von der Badeaufsicht in den Schwimmbädern, Schwimmkursen über die Wasserrettung bis hin zu Katastropheneinsätzen ist die Wasserwacht vor Ort.

Die wichtigste Aufgabe der Wasserwacht ist die Rettung von Personen aus dem Wasser. Jeder aktive Ehrenamtliche muss infolgedessen im Rettungsschwimmen ausgebildet sein. Der Wasserrettungsdienst am Ammersee gehört zu den Hauptaufgaben des Kreisverbandes, immerhin liegt die Einsatzleitung für den gesamten Ammersee bei Landsberg.

Nach der Wasserretter-Ausbildung steht den Mitgliedern eine weitere „Spezialisierung“ offen. Beispielsweise können sie sich zum Taucher oder Bootsführer weiterbilden. Eine Tauchergruppe gibt es in Dießen und in Schondorf – die Ausbildung ist hier natürlich besonders aufwändig, betont Lehner. Auch sogenannte Schnelleinsatzgruppen, die Boote auf ihren Anhängern haben, um sofort an den Einsatz­ort ausrücken zu können sind in Schondorf, Dießen, Landsberg und Kaufering stationiert.

Schwimmkurse für Kinder und auch Asylbewerber nehmen ebenso ein großes Feld der Tätigkeiten der Wasserwacht ein, wie die Jugendarbeit. Leider stoße man da aber durch die Schwimmzeiten sowie die Eintrittspreise in den Schwimmbädern immer wieder ans Limit, so Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner.

Eine der wichtigsten Aufgaben, die man aber nicht unbedingt in Verbindung mit der Wasserwacht bringt, ist der Natur- und Gewässerschutz. Dazu gehört unter anderem Bau und Aufstellung von Nistkästen, Überwachung der Amphibienwanderung, Anlage und Pflege von Biotopen sowie Reinigungsaktionen um und im Gewässer.

Astrid Erhard

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