Für 5,7 Millionen Euro:

Von Grund auf neu gestrickt

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Beim Rundgang nach der feierlichen Eröffnung: Theresa Gramatte, agrartechnische Assistentin für Biotechnologie erläutert Bezirkstagspräsident Josef Mederer (rechts) und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (links) ihre Analysetätigkeit.

Landsberg – Die Gebäude des Agrarbildungszentrums werden Schritt für Schritt saniert, seitdem eine Überprüfung des Brandschutzes im Jahr 2010 erhebliche Mängel zu Tage förderte und man noch dazu in den Laborräumen Unfallgefahren feststellte. Der erste Bauabschnitt wurde im August beendet und am vergangenen Freitag offiziell eingeweiht. Dazu war eigens der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner aus München angereist.

„Geschafft!“ prangte auf einer großen Leinwand hinter dem Rednerpult in der Aula. Die Bauarbeiten bei laufendem Schulbetrieb hatten sich über eineinhalb Jahre hingezogen. Dabei wurde nicht nur der unzureichende Brandschutz nachgerüstet, sondern das gesamte Raumkonzept von Gebäude 1 „von Grund auf neu gestrickt“, wie Bezirkstagspräsident Josef Mederer berichtete. So wurden die Schulungslabore modernisiert, die Klassenräume renoviert und neue EDV-Räume geschaffen.

Neben der Sicherheit sei es auch darum gegangen, ansprechende Räumlichkeiten für die angehenden agrartechnischen Assistenten und Landbautechniker zu schaffen, die hier ausgebildet werden. Insgesamt verschlang die Maßnahme 5,7 Millionen Euro, von denen 1,3 Millionen Euro in Form eines Zuschusses vom Freistaat Bayern kamen. Das vor 142 Jahren gegründete Agrarbildungszentrum in Landsberg ist einer von 47 derartigen Bildungsstandorten in Bayern, wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zu berichten wusste. Und weiter: „In Landsberg vereinen sich Tradition und Moderne, die geschichtsträchtige Atmosphäre eines ehemaligen Jesuiten-Klosters mit moderner Technik und Ausstattung.“ Diese konnten die Festgäste im Anschluss bei einem Rundgang durch die neu gestalteten Labore in Augenschein nehmen. 

Beendet sind die Baumaßnahmen am Agrarbildungszentrum in der Kommerzienrat- Winklhofer-Straße damit aber noch lange nicht. Die Sanierung von Gebäude 4 soll im Mai 2015 fertiggestellt werden und schließlich die Gebäude 2 und 3 Ende 2016.

Ulrike Osman

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