"Sie sitzt beim HCL im Boot"

„Wir haben Frau Friedrich gebeten ihr Amt als Kassenprüferin abzugeben, weil sie beim HC Landsberg mit im Boot sitzt“. Dieses Zitat von EVL2000-Vorstand Hans-Jürgen Böttcher sorgt jetzt für ordentlich Zündstoff. Prompt hat sich Friedrich daraufhin beim KREISBOTEN gemeldet und Stellung bezogen.

Über die angeblichen Gründe kann sie nur den Kopf schütteln. „Einem Schreiben von Herrn Böttcher habe ich nichts beigemessen und nicht darauf reagiert, weil ich mit dem HC Landsberg definitiv nichts zu tun habe“, erklärt Friedrich. Richtig sei, dass Böttcher sie aufgefordert habe, ihr Amt niederzulegen. Die wirklichen Hintergründe vermutet Helga Friedrich in ihrem Engagement für den EVL. „Ich habe mich auf einer Mitgliederversammlung bereit erklärt, für den Verein auf Sponsorensuche zu gehen.“ Das habe ihm wohl nicht gepasst, weil sie wenig später über die Ex-Vorsitzende Karin Federl aufgefordert wurde, die Aktivitäten einzustellen. Tatsächlich scheint ein kleines Fünkchen Wahrheit dahinterzustecken. Böttcher war vor seiner Zeit als Vorstand als Marketingbeauftragter für den EVL tätig. Hätten andere Helfer Sponsoren an Land gezogen, wären ihm mögliche Provisionszahlungen verwehrt geblieben. Allerdings behauptet Helga Friedrich auch: „Böttcher attackiert mich schon seit Jahren“. Da sie allerdings immer noch Kassenprüferin ist, werde sie ihn jetzt auffordern, die Bücher vorzulegen. „Bisher wurden mir die Bücher zur Prüfung noch nicht zur Verfügung gestellt. Außerdem weiß ich nicht, wer der zweite Prüfer ist“. Dieser soll laut Böttcher aber erst in der nächsten Mitgliederversammlung gewählt werden. Der EVL-Vorstand reagierte so: „Das sind Leute, die sich Sachen herausnehmen – das geht einfach nicht“. Als Beispiel nannte Böttcher einen Konflikt, als er – zur Zeit als Fred Ledlin noch Trainer war - bereits einen Sponsoren-Termin bei der Aktien-Brauerei ausgemacht hatte. Friedrich soll aber für den gleichen Tag einen Termin am Fliegerhorst in Penzing organisiert haben. Kein Vertrauen mehr „Das Vertrauensverhältnis ist einfach gestört“, erklärt er. Auch wenn sie jetzt nichts mehr mit dem HC Landsberg zu tun habe, so soll sie dennoch in der Eishalle vor geraumer Zeit Mitgliedsanträge für den HC verteilt haben, sagt Böttcher. Karin Federl habe ihr daraufhin Stadionverbot angedroht. Trotzdem könne Helga Friedrich „sehr gerne die Bücher einsehen, muss dafür aber erst einen Antrag bei der Steuerkanzlei einreichen“.

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