Sieg im Herzschlagfinale

Alexander Schwarz (beim Wurf) trug sich beim 24:23-Sieg gegen Herrsching mit fünf Treffern in die Torschützenliste ein. Foto: Krivec

„Hocherfreut über den verdienten doppelten Punktgewinn“, war nicht nur TSV-Coach Wiggerl Hofmann über den ersten Saisonsieg seines Teams in der Be­- zirksoberliga der Handballer. Auch die Zuschauer feierten in eigener Halle die starke Leistung und das 24:23 gegen den TSV Herr­sching.

Dabei galten die Gäste vom Ammersee nicht nur durch ihren jüngsten 46:24-Kantersieg gegen Biesenhofen als Favorit. Herrsching spielt seit Jahren mit einer schlagkräftigen Truppe an der Spitze der Bezirksoberliga. Neu in den Reihen als Spielertrainer seit dieser Saison: Der 80-fache Ukrainische Nationalspieler Alexander „Sascha“ Gladun. Hofmann auf Landsberger Seite konnte im Heimspiel auf eine volle Wechselbank mit 14 Spielern zurückgreifen. Schnell lag der TSV Landsberg mit einer konzentrierten Leistung mit 3:1 (5. Minute) in Front, Christian Eisen erzielte mit einem Doppelpack in Unterzahl sogar das 5:2. Dann aber lief im Angriff der Lechstädter nichts mehr zusammen. In der 16. Spielminute gingen erstmals die Gäste in Führung und bauten diese auf 7:10 aus. In dieser Phase reihten sich technische Fehler und vergeben Wurfchancen aneinander. Einzig Torwart Alexander „Benno“ Imhof hielt seine Mannschaft noch im Spiel und setzte damit den Impuls zur Kehrtwende. Tor um Tor erkämpfte und erspielte sich die Hofmann-Truppe in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte und ging nach einer schönen Kombination mit einer 13:10-Führung in die Halbzeit. „Es waren starke zehn Minuten vor der Pause, die zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und die gute Trainingsleistung sich auszahlt“, analysierte TSV-Coach Hoffmann. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie deutlich härter. An die Disqualifikation des bis dato besten Werfers der Gäste reihten sich Zeitstrafen auf beiden Seiten. Unbeeindruckt marschierte die junge Landsberger Mannschaft, angeführt von Routinier Sven Oltmanns, weiter und hielt die Führung über die Zwischenstände 16:13 (38.), 19:15 (42.), 21:17 (45.) und 22:18 (49.) aufrecht. Oft agierten hier die Gastgeber am Rande des Zeitspiels, schlossen jedoch die Angriffe effektiv ab. Herrschings Spielertrainer Sascha Gladun war förmlich zu einer Auszeit ge­zwungen. Landsberg tat sich im weiteren Verlauf zunehmend schwerer, gleichzeitig häuften sich wieder technische Fehler – analog zur ersten Halbzeit. Nach einem verworfenen 7-Meter in der 57. Minute verkürzten die Ammerseer postwendend auf 23:21 und kurz darauf sogar auf 23:22. Nun machte Wiggerl Hofmann Gebrauch von einem Team-Timeout. Es blieb spannend – ein wahres Herzschlag-Finale bekamen die Zuschauer nun zu sehen: Nach einem erneuten Fehlpass in den Reihen der Hausherren parierte Alexander Imhof einen Gegenstoß. Noch eine Minute war zu spielen, als Landsberg die erlösende Zwei-Tore-Führung im Nachwurf erzielte. Mit der Schlusssirene gelang Herrsching noch die Ergebniskosmetik zum 24:23-Endstand. „In 1:1- und 2:2-Situation fehlt uns noch die Qualität und Klasse, damit wir so ein Spiel ruhiger nach hause schaukeln. Wir müssen einfach konsequent Weiterarbeiten“, brachte der sichtlich zufriedene Trainer der Landsberger die Partie auf den Punkt. „Mich freut die Entwicklung von Alexander Neumeyer, der zwar ohne Torerfolg blieb, aber ein starkes Spiel und einen deutlichen Leistungssprung gemacht hat.“ Auch Alexander Imhof, zum ersten Mal in dieser Saison 60 Minuten im Einsatz, bescheinigte Wiggerl Hofmann eine super Leistung. „Die Deckungsarbeit im Allgemeinen war heute gut.“ Für den TSV Landsberg spielten: Thomas Steber (1), Benjamin Röck, Andreas Riedl (4), Markus Heidner, Christian Eisen (5), Gatto Piepenburg, Florian Stöcker (3), Alexander Schwarz (5), Benjamin Kobold, Denis Gleich (1), Sven Oltmanns (3), Alexander Neumeyer, Max Matzer-Kernich (2) und Alexander Imhof.

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