Die Schwachstellen beseitigen

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Nach gerade mal gut 20 Jahren muss die Fassade des „Neubaus“ des Landratsamtes bereits erneuert werden. Der Fenstertausch soll rund 178000 Euro kosten.

Landsberg – In der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses im Sitzungssaal des Landratsamtes ging es in einem Punkt auf der Tagesordnung um den Raum, in dem getagt wurde: Die große Fensterfassade des Sitzungssaales muss erneuert werden – inklusive einem Sonnenschutz außen und einer Verdunkelungsmöglichkeit innen.

Der sogenannte „Neubau“ des Landratsamtes, in dem sich auch der Sitzungssaal befindet, ist in den Jahren 1991/1992 errichtet worden. Auch an dem Dach des Saales im ersten Stock waren bereits Nacharbeiten nötig geworden: „An der Kuppel wurde ein Sonnenschutz beziehungsweise eine Verdunkelung angebracht“, erläutert Wolfgang Müller, Pressesprecher im Landratsamt. „Das ist aber schon einige Jahre her.“ 

Nun ist auch die Fassade Richtung Nord-Westen an der Reige, die „energetische Schwachstelle des Gebäudes“, so Christian Kusch vom Hochbauamt. Er erläuterte vergangene Woche im Kreisausschuss die Pläne bezüglich des Baus. Danach sollen die Fassadenarbeiten mit Stahl und Glas ausgeführt werden. Wenn alles nach Plan verläuft, kann damit zu Beginn der Sommerferien gestartet werden. Bis Ende September – mit Beginn der neuen Sitzungsperiode – sollen die Arbeiten dann bereits abgeschlossen sein. Auch ein elektrisch bedienbarer Sonnenschutz außen und eine Verdunkelung innen ist für die Fassade geplant. 

Kreisrat Josef Loy (CSU) äußerte diesbezüglich seinen Unmut: Es habe keine politische Diskussion über die Gestaltung der Fassade stattgefunden. Insbesondere mit dem Material Stahl schien Loy sich nicht so recht anfreunden zu können. Christian Kusch führte dazu statische Gründe an: Das Holz der jetzigen Fenster würde faulen. Außerdem habe das auch energetische Gründe, ergänzte Müller auf Nachfrage. Deshalb würde man nun auch eine andere Verglasung einsetzen. 

Für Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) waren die Kosten von rund 178000 Euro eine Nachfrage wert. Landrat Thomas Eichinger (CSU) verteidigte die relativ hohe Summe jedoch: Der Sitzungssaal werde auch von Vereinen angemietet. Die Möglichkeit zur Verdunkelung sei dabei „ein Merkmal für die Qualität unseres Sitzungssaales“. Einstimmig beschloss das Gremium schließlich, den Auftrag für den Fenstertausch am Hauptgebäude des Landratsamtes an die Hans Möhrle GmbH aus Mindelheim zu vergeben.

Astrid Erhard

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