SOS-Kinderdorf-Familie wächst – Mitgliederversammlung wählt neuen Verwaltungsrat

Die SOS-Kinderdorf-Familie wächst weiter: In Indien und Argentinien haben neue Kinderdörfer ihren Betrieb aufgenommen, in München erhielt das SOS-Mütter- und Kindertageszentrum die Auszeichnung „Mehrgenerationenhaus“ und in Düsseldorf startet 2009 ein Projekt für Schule und Schüler. Darüber informierte Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Johannes Münder unlängst auf der Mitgliederversammlung des SOS-Kinderdorf e.V. in Weilheim. Die Mit-glieder wählten dabei einen neuen Verwaltungsrat, der in den nächsten vier Jahren das Wirken des Vorstandes unterstützt.

Zur Einstimmung in die diesjährige Mitgliederversammlung spielte die Kinderband „Karacho“ aus dem SOS-Kinderdorf Dießen unter der Leitung von Roger Kretschmann. Sie erhielt für ihren Auftritt viel Beifall erhielt. Vorstandsvorsitzender Münder hatte in seinem Jahresbericht positive Nachrichten für die Mitglieder und Spender: Die Arbeit des SOS-Kinderdorf e.V. sei sehr gut angesehen. So hätten ihm etliche Besucher des Deutschen Jugendhilfetags in Essen dazu gratuliert, außerdem wendeten sich die Jugendämter gerade bei schwierigen Fragen gerne an die SOS-Kinderdörfer. Um umfassenden Anfragen kompetent begegnen zu können würden die 46 pädagogischen Einrichtungen in Deutschland noch besser vernetzt. Große Erfolge verzeichnete der Verein in 2008 unter anderem in Berlin: Dort schafften zwei junge Menschen aus dem SOS-Berufsausbildungszentrum für sozial benachteiligte Jugendliche ihren Ausbildungsabschluss als „landes- beste Lehrlinge“. Zudem stieß der Jahresempfang – heuer in Schleswig-Holstein – auf große Aufmerksamkeit und feierten mehrere SOS-Einrichtungen 15-, 30- oder gar 50- jährige Jubiläen. Entsprechend dieser in die Jahre gekommenen Einrichtungen müssen etliche Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Für sie hatte der Geschäftsführer Finanzen und Marketing, Dr. Kay Vorwerk, bereits in 2007 einen erhöhten Posten im Jahresabschluss zu verzeichnen. Das Jahresergebnis fiel nicht ganz so gut aus wie 2006, war aber doch zufrieden stellend. Stolz ist der Geschäftsführer darauf, dass der SOS-Kinderdorf e.V. die Wirtschaftsprüfung erneut mit Bravour, dem großen Testat, bestanden und das DZI-Spendensiegel erhalten hat. Damit steht fest, dass über 80 Prozent der Gelder direkt in den Projekten bei den Kindern und Jugendlichen ankommen, und nur ein kleiner Teil auf Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit entfallen. Sorge bereitet Vorwerk lediglich die derzeitige Finanzkrise. Doch auch dafür sei der Verein mit Rücklagen gewappnet. Verwaltungsratsvorsitzender Professor Dr. Hanjo Sauer berichtete von etlichen Sitzungen des Plenums in verschiedenen SOS-Einrichtungen, bei denen es unter anderem um die Umstrukturierung der Hermann-Gmeiner-Akademie und um das Auslandsengagement von SOS gegangen war. Helmut Kutin, Präsident von SOS-Kinderdorf International, bedankte sich für die Arbeit von Vorstand, Verwaltungsrat, den Mitarbeitern und den Mitgliedern und das Engagement in Sachen SOS-Auslandsarbeit. Wie Münder würdigte er besonders die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Uwe Jes Hansen und Gesine von Uslar sowie die Verwaltungsratsmitglieder Prof. Ullrich Gintzel, Dr. Guenter Kalteis, Udo Pütt und Dr. Volker Then, die zum Teil über 40 Jahre lang im Dienste von SOS gestanden haben. Auch fördernde Mitglieder Eine Mammutaufgabe bewältigten die Mitglieder anschließend bei der Satzungsänderung: Wegen eines kleinen Formfehlers hatten die bereits in der letztjährigen Mitgliederversammlung beschlossenen Änderungen nicht eingetragen werden können, sodass eine erneute Abstimmung erforderlich wurde. Neben vielen kleinen redaktionellen Änderungen ging es vor allem darum, dass künftig auch fördernde Mitglieder aufgenommen werden. Die ordentlichen Mitglieder zahlen laut jüngstem Beschluss künftig einen Euro, fördernde mindestens sechs Euro pro Monat. Ebenso einmütig wie die Satzungsänderung verlief die Wahl zum Verwaltungsrat, der nun 15 Mitglieder umfasst. Ihm gehören an: Ila Brix-Leusmann, Wesel, Christoph L. Crasemann, Hamburg, Margarete Hascher-Kück, München, Günther Kagerer, München, Helmut Kutin, Innsbruck, Dr. Gerhard Lippert, München, Dr. Susanne Pauser, Lauertal, Dieter Pfisterer, Klausdorf, Professor Dr. Hanjo Sauer, Bamberg, Dr. Susanna Schmidt, Berlin, Erich Schöpflin, Dießen, Dr. Rupert Schreiner, München, Dr. Hubertus Schröer, München, Harald Spahn-Dömling, Augsburg und Dr. Margit Spielmann, Brandenburg an der Havel.

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