Soundlaster

Livemusik in praller Sonne

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Tolle Soundlaster-Stimmung auf dem Flößerplatz: Gankino Circus.

Landsberg – Der fünfte Soundlaster hat Urlaubsstimmung in die Stadt gezaubert. Bei tropischen Temperaturen genossen die zahlreichen Zuhörer, die dem Flößerplatz den Vorzug vor dem Freibad gaben, einen Mix unterschiedlichster Bands, Eis und kühlen Getränken.

Heiß war es, sehr heiß. Zumindest die Musiker, die tagsüber ihren Auftritt hatten, kamen richtig ins Schwitzen und schenkten doch ihrem Publikum reinsten, selbstgemachten Hörgenuss. Egal ob gefühl- volle Songs mit Beatbox von „Sarah Sophie und Beatbox“, ob Soul und Ska von Dr. Karananga, den Jungs von Vorteilpack – Spaß an der Musik war immer dabei. Genau wie später mit den beiden Blues-Urgesteinen von One More Mile, den Discobeats von Tonunion oder den sehr abwechslungsreichen Soundlandschaften von „Art Mood Jam“. So richtig zum Wetter passte die Stimmung, die die German African Connection verbreitete. Reggea und Groove, gemixt mit Elektrobeats, einfach heiß.

Doch die heimlichen Stars waren zweifelsohne die „Dietenhofer Dorfband“ Gankino Circus. In hinreißendem Fränkisch entschuldigten sie sich erstmal für die kabelsalat-bedingte Verspätung, dann besangen sie die Freuden der „Kerwa“, zitierten das Gesangbuch der Dietenhofer Kirche in der Darbietung des örtlichen Männergesangvereins „Ü 85“, rissen die Zuhörer förmlich von den Bierbänken und vertrieben sogar die Gewitterwolken.

Und so reichte die Resonanz der Zuschauer auch während des Tages von „sehr angetan“ bis absolut begeistert. Eine ältere Dame freute sich, dass sie als Soulfan „ihre“ Musik hören könne, andere bestätigten, der Soundlaster sei in Landsberg „angekommen“.

Zudem gewinne der Flößerplatz durch den Soundlaster eine neue, mediterrane Qualität. Auch die Musiker von Gankino Circus waren voll des Lobs über die Location und das Landsberger Publikum: „Bei anderen Festivals bleiben die Leute eine Weile stehen und gehen dann weiter. Hier war es wie in einem Theater, die Leute waren von Anfang bis Ende voll dabei, ein tolles Gefühl“.

Veranstalterin Sybille Engels zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Festivals: „Diesmal war es noch voller als im vergangenen Jahr. Es war ein toller Anblick und eine großartige, positive Atmosphäre, so viele Menschen vor dem SoundLaster, die die Musik genossen, und tanzende Kinder. Natürlich hatten wir Glück mit dem Wetter, es war zwar kochend heiß und bei kleinster Wolkenbildung sandten wir bange Blicke zum Himmel. Toll wäre allerdings, wenn es im nächsten Jahr eine Ausweichlösung gäbe, falls es regnet.“

Engels’ großer Dank ging an die Stadt Landsberg für die tatkräftige Unterstützung, an die Sponsoren und ihr Team. Ein Unterschied zu den letzten Soundlastern? „Das Konzept des Soundlasters ist wieder ein Stückchen deutlicher geworden: nicht zu laut, nicht zu lang, und dabei regionale Bands und erfahrene, bereits erfolgreiche Acts mischen; und vor allem, im Unterschied zu den meist üblichen Genre-Musikevents: ganz unterschiedliche Musik aller Stile präsen- tieren.“ Am Samstag habe sich wieder gezeigt, dass die Zuhörer offen sind und sich auf Neues einlassen; „das ist für mich Kultur“, sagt Sybille Engels.

Patricia Eckstein

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