Mit Spanngurt die Lkw-Achse entlastet – Polizei zieht Sattelschlepper aus dem Verkehr

Da haben sich die Polizeibeamten am vergangenen Donnerstag gleich zweimal die Augen reiben müssen: Bei der Kontrolle eines auf der B17 gestoppten Sattelzuges entdeckten sie, dass der Fahrer nach einem Reifendefekt die Achse des Fahrzeuges mit Spanngurten entlastet hatte.

Auf Höhe des Römerkessels stach der Sattelzug dem aufmerksamen Verkehrsteilnehmer förmlich ins Auge. „Der Aufleger hing verdächtig weit nach links“, beschreibt Polizeisprecher Franz Kreuzer. Wenig später stellte sich heraus, dass der linke hintere Reifen der Dreifachachse platt war und die Ladung – 22 Tonnen Pa­pier­rollen – den gesamten Aufbau nach unten drückten. Die Panne, gestand der 58-jährige Lkw-Fahrer, ereignete sich bereits bei Innsbruck. Weil er den Reifen aber erst am Firmenstandort in Schwaben wechseln wollte, hatte er kurzerhand versucht, die Achse mit zwei Spanngurten zu entlasten. Er legte sie über die beiden Bremsdruckbehälter unter dem Auflieger und setzte seine Fahrt fort. Kreuzer: „Nicht auszumalen, wenn die nur mit Metallbändern befestigten Be­hälter abgebrochen wären.“ Der Lkw-Fahrer musste na­türlich an Ort und Stelle den Reifen wechseln und darf sich noch über ein „erhebliches Bußgeld freuen.“

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