Spider Murphy Gang-Frontmann in Apfeldorf

Fünf Rosis und ein Kult-Sänger

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Gruppenfoto vor dem „Goldenen Apfel“: (v. li.) Wirt Bernhard Heiß, Rosi Ehlich, Rosi Eglhofer, Rosi Geiger, Günther Sigl, Rosi Brunner und Rosi Beinhofer.

Apfeldorf – „Skandal im Sperrbezirk“: Wenn man an die Spider Murphy Gang denkt, hat man unweigerlich den Kulthit um die „Rosi“ im Ohr. Günther Sigl, Frontmann der Band, war jetzt zu Gast in Apfeldorf – und kam ganz schön ins Schwitzen: Ein Haufen voller Rosis scharte sich dort um ihn.

„Ja, Rosi hat ein Telefon - auch ich hab' ihre Nummer schon ..“: Die Zeilen des Kulthits sind wohl fast jedem geläufig. Doch was sagen eigentlich die „echten“ Rosis zu dem Lied? Da es in Apfeldorf gleich sieben Rosis gibt, lud der örtliche Trachtenverein Günther Sigl höchstpersönlich zu einem Kaffeeplausch ein – um mit ihm und dem Tourleiter Thomas Lindner und mehreren Rosis über deren Erfahrungen mit dem altbekannten Kassenschlager zu plaudern. Schließlich wird die Kult-Band ja am 4. Juli im eigens aufgestellten Zelt in Apfeldorf auftreten. 

„Ich bin ja schon viel herumgekommen – aber ich habe noch nie so viele Rosis auf einem Haufen um mich herum gehabt“, stellte Sigl lächelnd fest, als er im „Goldenen Apfel“ ankam und um sich blickte. „Das ist schon einmalig, so ein Treffen hat es bisher noch nie gegeben“, staunte er. Rosi Geiger, Rosi Beinhofer, Rosi Ehlich, Rosi Brunner (alle aus Apfeldorf) und Rosi Eglhofer aus Epfach, die im „Goldenen Apfel“ bedient, waren als Namensgenossinnen zu dem Treffen mit dem in Schongau geborenen Sänger erschienen. Alle haben die eine oder andere Erfahrung mit dem Hit „Skandal im Sperrbezirk“ gemacht. 

„Ich war 13 Jahre alt, als das Lied heraus kaum“, erzählte Rosi Geiger, von der die Idee zu dem Treffen kam. „Wenn man damals als Rosi auf der Tanzfläche stand und das Lied gespielt wurde, stand man natürlich unweigerlich im Mittelpunkt“, schmunzelte sie. Seit ihrem 13. Lebensjahr ist Rosi Geiger ein Fan der Spider Murphy Gang. Geärgert hat sie sich nicht über das Lied – auch wenn es bei „Skandal im Sperrbezirk“ ja um eine Prostituierte geht. 

Rosi Brunner war 21 Jahre alt, als der Song zum Hit wurde. „Im Gasthaus zur Rose in Apfeldorf war damals jede Woche Tanz, und da wurde auch das Lied ständig gespielt“, weiß sie noch ganz genau. 

Günther Sigl hat im Laufe der Jahre viele Reaktionen von den „wirklichen“ Rosis bekommen. „Ich habe gehört, dass manche ganz schön leiden mussten unter dem Lied – da muss ich mich heute noch dafür entschuldigen“, gestand er. „Manche Leute haben sich auch einen Spaß daraus gemacht, Rosis Nummer – die 'zwounddreißig sechzehn acht' - anzurufen“, erinnert sich der Sänger - „wir haben etliche Blumensträuße verschickt, um uns dafür zu entschuldigen, und mussten mehrere Nummernänderungen zahlen“. Denn: In München hat es die Nummer zwar nicht gegeben – dort gab es nie fünfstellige Telefonnummern – in anderen Städten aber sehr wohl.

 Bei dem Treffen in Apfeldorf verriet Sigl auch, warum die Rosi in seinem Song eigentlich unbedingt Rosi heißen musste. Des Rätsels Lösung: Die Band hat sich damals von einem alten Song von Erik Silvester mit dem Titel „Skandal um Rosi“ inspirieren lassen. 

Wer Sigl und die Spider Murphy Gang am 4. Juli um 21 Uhr live in Apfeldorf erleben möchte, sollte sich bald Karten reservieren: Der Vorverkauf für die Veranstaltung hat bereits begonnen.

Manuela Schmid

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