"Irgendwann reicht’s dann auch!"

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Ende April machten die Kicker des TSV Landsberg den Aufstieg in die Bayernliga perfekt. Eine städtische "Extrawurst" im Rahmen der Sportlerehrungen gibt es dafür aber nicht.

Landsberg – Die Stadt ehrt nun doch die Fußballer des TSV Landsberg für ihren Aufstieg in die Bayernliga, obwohl diese nach den neuen Richtlinien eigentlich durchs „sportliche Raster“ gefallen wären. Eine eigene Würdigung lehnte der Oberbürgermeister allerdings ab.

Michael Siller (CSU) hatte den Antrag gestellt, die erfolgreiche Truppe zu ehren, obwohl sie „nur“ in die fünfte Liga aufgestiegen ist und die Stadt inzwischen nur noch ab der „dritt- höchsten nationalen Klasse“ zur Ehrung schreitet. „Das ist im Herrenfußball eine andere Situation als in anderen Sportarten“, begründete Siller seinen Vorstoß, der Aufstieg sei außergewöhnlich, denn „bis zur Bayernliga spielen deutschlandweit gerade mal 400 Mannschaften, darunter sind es über 27000.“

Dem wollten Stadtrat und OB nicht widersprechen und beschlossen einstimmig, die Fußballer für ihre Leistung zu wür- digen. Dies werde, wie bei Aufstiegen üblich, mit einer „Ehrenurkunde“ geschehen, so OB Neuner auf Nachfrage. Einen Vorstoß von Felix Bredschneijder (SPD), das Team beim Stadtfest öffentlich zu ehren, wies er aber zurück. „Ich bin zum TSV rausgefahren, habe gratuliert, habe ihnen einen Brief geschrieben und sie bekommen jetzt die Ehrung beim Ehrungsabend – wie alle anderen auch, das reicht dann auch irgendwann.“

Dort werden die Fußballer in Gesellschaft der X-Press-Footballer sein, die in die Regionalliga, die dritthöchste deutsche Liga, aufgestiegen sind. Nach den neuen Kriterien der Stadt geht der HCL leer aus, da die Riverkings zwar ins die Bayernliga aufgestiegen sind (höchste Liga im Freistaat), aber deutschlandweit „nur“ in die vierte unter DEL, DEL2 und Oberliga.

Christoph Kruse

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