Stadt will gegen LEW klagen

Zu gegebener Zeit reißt selbst der dickste Geduldsfaden: Weil sich die Verhandlungen mit der Lech­werke AG (LEW) in Sachen Netzrückkauf festgebissen ha­ben, erwägt die Stadt inzwischen den Klageweg zu beschreiten.

„Wir nehmen die Herausforderung an und kämpfen um das Netz, das uns bereits seit 15. November 2009 laut Energiewirtschaftsgesetz zusteht“, sagt OB Ingo Lehmann. Der Stadtrat hat ihn am Mittwoch in nicht-öffentlicher Sitzung beauftragt, gegebenenfalls rechtliche Schritte gegen den Augsburger Energiever­sor­­ger einzuleiten. Seit Beginn der Verhandlungen komme die LEW ihrer Verpflichtung nicht nach, sämtliche für den Netzrückkauf relevanten Daten vorzulegen, schildert Lehmann. Bereits im August habe die Stadt angeboten, den vom Münchener Büro Rödl&Partner festgesetzten Preis vorläufig zu bezahlen und nach der Netzübernahme im Detail abzurechnen. Auf das „faire Angebot“ (Lehmann) verständigten sich beide Seiten im Januar erneut, bewegt hat sich seither nichts. Die Daten stehen immer noch aus, somit kann die Stadt auch keine Bewertung der LEW-Preisvorstellung vornehmen. „Wir fühlen uns an der Nase herumgeführt“, poltert der OB mit dem Hinweis auf die Frist: bis 15. April müssen die Zahlen vorliegen. Das Stocken der Verhandlungen hat keinen Einfluss auf den Vertrieb von StadtStrom.

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