Das Leben ist Orange

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Das Leben ist „Schockorange“: die vielen Mitwirkenden des Kindermusicals begeisterten die Zuschauer im randvollen Stadttheater und können stolz auf ihre Leistung sein.

Landsberg – Das Stadttheater platzte förmlich aus allen Nähten, als am Mittwoch und Donnerstag das Kindermusical „Schockorange“ von Peter Schindler über die Bühne ging. Fast 100 Kinder aus vier Chören und Ensembles tanzten, sangen und rockten, was das Zeug hielt.

„Schockorange“ – das ist das Motto der gut gelaunten Müllmann-Band um Rocco Dilettanto (Roxana König/Anna Brückner). Sie trommeln auf den Mülltonnen und mit leeren Chipsrollen, tanzen mit den Besenstielen und sind allgemein einfach gut drauf, auch dank der täglichen Vitamine der Orangen. Da wird der frustrierte Banker Arthur Millonski (Lara-Sophie Silberhorn/Jana Ludwig), der „auf höchstem Niveau leidet“, schon sehr neidisch. Immer nur Stress und das Balancieren mit Zahlen und Daten. 

Rocco wiederum kann gar nicht verstehen, was an diesem gutbezahlten Job so schlimm sein kann. Warum also nicht für eine Weile die Rollen tauschen? Während Arthur die Gesellschaft der fröhlich-musikalischen Müllmänner und die Arbeit an der frischen Luft genießt, mischt Rocco die marode Bank so richtig auf und sorgt mit dem coolen Rhythmus für nie gekannten Aufwind. 

Doch der Crash lässt nicht lange auf sich warten, die vielen bunten Geldscheine sind schließlich nur Papier, das in der Tonne landet, bevor alle glücklich-geldlos weiterrocken. Locker und souverän Eine farbige, fetzig-fröhliche Geschichte mit Happy End und kritisch-ironischen Untertönen war es, die die Kinder, begleitet von der Musikschul-Band auf die Bühne brachten. Unter der musikalischen Gesamtleitung von Lothar Kirsch und der Regie von Florian Werner vereinigten sich Jugendchor (Leitung Cornelia Utz) und Kinderchor (Leitung Isabella Hahn) der städtischen Sing- und Musikschule, die Chor- und Rhythmusgruppe der Lebenshilfe (musikalische Betreuung Lothar Kirsch, Jörg Illner) und der Kinderchor der Pfarrei „Heilig Engel“, die Engelszungen (Lei- tung Bernhard Brosch). 

Beeindruckend, wie locker und souverän die Kinder agierten, die Solistinnen ihren Part erfüllten, mit welcher Disziplin die doch recht große Gruppe, die fast ständig auf der Bühne war, die zwei Stunden durchhielt. Tosender Applaus war die „Belohnung“.

Patricia Eckstein

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