Mit "Standhandball" in den Keller

Die Handballer des TSV Landsberg sind im Tabellenkeller der Landesliga Süd angekommen. Nach der jüngsten Heimniederlage gegen Aufsteiger TSV München-Ost rangiert die Müller-Truppe mit 2:6 Zählern gerade mal auf Rang 11.

Die Mannschaft hatte sich für die zweite Partie vor eigener Kulisse viel vorgenommen, wollte mit Einstellung und Kampfkraft unbedingt einen Erfolg einfahren. Doch das schnelle 2:0 (4. Minute) konnte sie nicht ausbauen und geriet dafür gegen den wirklich nicht übermächtigen Gegner bald in Rückstand. Das Problem lag wieder in Angriff. Es gab kaum zwingende Situationen, die Aktionen wirkten statisch, zu wenig Druck und Entschlossenheit waren im Spiel. Als dann auch in der Abwehr die notwendige Konzentration und Aggressivität fehlte, konnte sich München-Ost mit einfachen, aber erfolgreichen Aktionen absetzen. Und wenn sich die Landsberger dann mal eine gute Chance erspielten war meist beim gegnerischen Torwart oder der Torlatte Endstation. Allein vier Sieben-Meter wurden in dieser Phase nicht verwandelt. Ohnehin boten beide Teams kein der Landesliga entsprechendes Niveau. Da die Landsberger Abwehr zu viele Lücken entstehen ließ, konnten die Gegner mit zwei Treffern in Unterzahl den Abstand weiter ausbauen und es ging mit einem leistungsgerechten 7:12 in die Pause. In der zweiten Hälfte versuchten die Gastgeber über den Kampf wieder ins Spiel zukommen. Das gelang zunächst ganz gut. Aus einer verbesserten Abwehr heraus arbeitete man sich bis auf ein Tor heran, mit einem sehenswerten Gegenstoß erzielte Pascal Müller das 13:14 (39.). Doch statt auszugleichen musste der TSV nach einem unnötigen Ballverlust wieder einen Gegentreffer hinnehmen. Doch Landsberg kämpfte wei­ter, überstand eine doppelte Unterzahl unbeschadet, blieb im Angriff aber harmlos. Immer wieder kam es zu technischen Fehlern, die die Gäste zu Treffern nutzen konnten. In der 49. Minute waren die Lechstädter noch einmal dran (18:20), schwächten sich aber durch zwei unnötige Strafzeiten selbst. Wieder konnte der gegnerische Außen unbehindert die Abwehr hinterlaufen und frei zum Wurf kommen (18:22). Fünf Minuten vor Schluss lagen die Nerven blank, das Spiel der Gastgeber wurde hektisch. Mit entschlossen Aktionen erzielte der TSV Landsberg zwar noch drei schöne Treffer, doch zum Ausgleich reichte es nicht mehr. Im Abstiegskampf „Mit so einer Leistung haben wir in der Liga nichts verloren. Ab jetzt stehen wir im Abstiegskampf“, sprach TSV-Coach Hubert Müller Klartext. „Das Team hat ja teilweise Standhandball geboten. Da kassieren wir wieder nur 23 Tore und verlieren das Spiel trotzdem. Die Jungs scheinen zur Zeit mental mit der Situation nicht klar zu kommen, denn Handballspielen können sie eigentlich schon.“ Die Landsberger müssen nun befürchten, am nächsten Wochenende beim TSV Niederraunau richtig unterzugehen.

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