Starke Rundenzeiten

Knapp verpasste der Mahindra-Pilot Marcel Schrötter nach einem Sturz beim Gran Premio de Espanal wichtige WM-Punkte: er wurde 16. Foto: Mahindra Racing

Ein unbelohnter Held für seinen verbissenen Ehrgeiz war Marcel Schrötter vor Kurzem beim Gran Premio de Espanal. Der 19-Jährige Mahindra-Pilot zeigte nach einem Ausrutscher in der ersten Runde eine großartige Aufholjagd, wo er von der letzten Position kommend bei der Zieldurchfahrt als 16. denkbar knapp die letzte WM-Punkteplatzierung verpasste.

Nach zwei verregneten Trainingstagen in Südspanien begann das Rennen bei trockenen Verhältnissen. Auf der Fahrbahn auf dem 4423 Meter langen Circuito de Jerez waren aber nach einem vorhergegangenen kurzen Regenschauer noch zahlreiche nasse Stellen vorhanden. Marcel Schrötter war einer der Betroffenen, der im letzten Streckenabschnitt in der ereignisreichen Auftaktrunde zu Sturz kam, als er auf einer feuchten Stelle die Bremse lösen musste und danach auf dem nassen Grünstreifen neben der Fahrbahn ausrutschte. „Am Ende der ersten Runde habe ich die Haarnadel vor der Start-/Zielgeraden inmitten einer großen Gruppe sehr spät angebremst“, erklärt Marcel Schrötter. „Leider bin ich dabei auf einem feuchten Fleck ausgerutscht.“ Der ehrgeizige Pflugdorfer schaffte es jedoch, sich nach diesem Missgeschick rasch wieder auf seine Mahindra MGP30 zu schwingen und nach einem Boxenstopp das Rennen wieder fortzusetzen. „Der Sturz und der anschließende Boxenstopp haben zu viel Zeit gekostet“, so Schrötter. Mit einer sehenswerten Aufholjagd, wo er konstant konkurrenzfähige Rundenzeiten fuhr, kam Schrötter als 16. knapp außerhalb der WM-Punkteplatzierungen ins Ziel. „Schade, denn mit einer Runde mehr hätte ich zumindest einen WM-Punkt geholt“, findet der 19-Jährige. „Meine Rundenzeiten waren echt stark.“ Der nächste Grand Prix steht schon an und der Mahindra-Pilot hofft auf ähnliche Mischverhältnisse. Er will die Nachteile des noch in einer frühen Entwicklungsphase befindlichen Eigenbau-Projektes des indischen Rennstalles Mahindra Racing mit seinen Fähigkeiten und Ehrgeiz beim kommenden Rennen ausgleichen.

Meistgelesene Artikel

Der Entwurf steht

Landsberg – Die Hochwasserschutzmauern oberhalb der Karolinenbrücke sind 1913 erbaut worden – nach über hundert Jahren sind sie marode und müssen …
Der Entwurf steht

Vollgas auf eisiger Piste

Reichling – Frostiges Motorsportspektakel unter Flutlicht: Am Freitag, 20. Januar, richtet der MSC Reichling wieder die Zugspitzmeisterschaft im …
Vollgas auf eisiger Piste

Ein Blick über den Tellerrand

Dießen – „Wenn ich an seinem Ufer steh weiß ich, ich liebe ihn, den Ammersee“ – mit einer Hymne auf Dießen und den Ammersee, gesungen und gespielt …
Ein Blick über den Tellerrand

Kommentare