Strafe für überhebliche HCL-Jungs – HCL feht nach 3:2-Niederlage den VfE Ulm/Neu-Ulm mit 20:0 Toren vom Eis

Der Weg zum Aufstieg in die Landesliga wird für den HC Landsberg holpriger als gedacht. Schon im zweiten Bezirksligaspiel musste das Team aus der Lechstadt erste Federn lassen. Beim EV Bad Wörishofen unterlagen die Riverkings am Freitag nach hartem Kampf mit 3:2. Dafür büßen musste am Sonntag der VfE Ulm/Neu-Ulm. Dort siegte der HCL klar und deutlich mit 20:0 Toren.

„In Bad Wörishofen haben wir einfach zu überheblich gespielt und viel zu wenig aufs Tor geschossen“, brachte es HCL-Trainer Topias Dollhofer auf den Punkt. Tatsächlich hatte seine Mannschaft mehr vom Spiel, schaffte im ersten Drittel aber nur den Führungstreffer durch Matthias Hitzelberger, der in Überzahl per Rückhand zum 0:1 (10.) abstaubte. Die Kurstädter blieben dagegen immer gefährlich. EVW-Stürmer Christian Augst stand kurz vor Ende des ersten Drittels goldrichtig, als er einen Querpass am rechten Pfosten zum 1:1 verwandelte. Danach mussten die 219 Fans bis zur 47. Minute warten, bis wieder Tore fielen. Als das Spiel zu kippen drohte, schlugen zu­nächst die Landsberger wieder zu. In Überzahl hämmerte Johannes Böck einen Schlagschuss von der blauen Linie an Freund und Feind vorbei in die Maschen zum 1:2 (47.). Bad Wörishofen gab aber nicht klein bei und schaffte den Ausgleich. Nach einer verpatzten Befreiung von Davide Conti stand Magnus Zimmermann nach einem Abpraller plötzlich völlig frei und machte das 2:2 (52.). 77 Strafminuten So richtig turbulent wurde es in der Schlussphase. Erst musste Crispin Heringer nach einem vermeintlichen Foul für zehn Minuten vom Eis und Bad Wö­rishofens Kapitän Oliver Glöckner musste nach einem üblen Foul an Böck ebenfalls runter. Für den HCL, der sich von der hitzigen Stimmung – insgesamt gab es 77 Strafminuten – anstecken ließ und etliche überflüssige Strafen kassierte, kam es dann aber zwei Minuten vor Schluss knüppeldick. Bei einem Konter der Hausherren in der 59. Minute fiel Goalie Michael Falkenberger plötzlich auf den Hosenboden – Christian Augst hatte keine Mühe und besorgte den 3:2-Siegtreffer. Wesentlich einfacher hatten es die Riverkings dafür in Ulm. „Uns ging’s einfach mal darum, unser Spiel durchzuziehen“, hatte Topias Dollhofer zuvor gefordert. Bis aufs erste Drittel leisteten die Hausherren allerdings kaum Gegenwehr. So kam es, dass die Landsberger nach 20 Minuten „nur“ mit 3:0 in Front lagen. Danach war aber quasi jeder Schuss ein Treffer – am Ende stand ein sattes 20:0 auf der Anzeigetafel. Die Tore machten Matthias Aßner (6), Christoph Hicks (4), Andreas Klundt (4), Matthias Hitzelberger (2), Alexander Endres, Matthias Schiller, Ville Dollhofer und Michael Hess. Das Tore-Festival wurde aber am Ende getrübt durch das harte Einsteigen einiger Ulmer Akteure. Als Quittung dafür gab es kurz vor Schluss noch eine Spieldauerstrafe gegen die Gastgeber. 9:7 gegen Hohenfurch Fast ebenso viele Tore gab’s beim Spiel der SG Denklingen/EV Landsberg2000 1b auswärts gegen den SV Hohenfurch zu sehen. Die Lechrainer legten in den ersten 40 Minuten ein hohes Tempo vor, kombinierten traumwandlerisch sicher und führten bereits mit 6:1. Als die Mannschaft kurz nach Wiederbeginn im letzten Abschnitt sogar Tor Nummer sieben erzielten, schien die Geschichte gelaufen. Dann machte sich aber bemerkbar, dass den Denklingern der komplette zweite Block um Daniel Huber fehlte. „Außerdem haben wir jegliche Zuordnung verloren und es war jeder Schuss ein Treffer“, fasste Vorstand Werner Kößl den Schlussabschnitt zusammen. Hohenfurch kam zunächst auf 7:4, dann sogar auf 8:6 heran. Mit dem neunten Tor in der 57. Minute durch Martin Kößl beendete die SG aber alle Hoffnungen auf eine Aufholjagd der Hausherren. Den Schlusspunkt setzten die Hohenfurcher durch Andreas Leschinger mit dem 9:7-Endstand (58.). Die weiteren Tore der Denklinger erzielten Markus Weiss (3), Jürgen Lang (2), Andreas Kerber, Thomas Glasow und Werner Kößl. Am Sonntag wollen die Kößl-Mannen den dritten Saisonsieg feiern. Dann treffen die Lechrainer im Landsberger Eisstadion auf den letzten HCL-Gegner VfE Ulm/Neu Ulm (18 Uhr). Tags zuvor trifft der HCL zuhause um 18.30 Uhr auf den SV Apfeldorf.

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