Verkehrsbehinderungen voraus

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Hier rollt noch im August schweres Gerät an: Der Straßenabschnitt zwischen den Kreisverkehren an der Waldorfschule und der Autobahnabfahrt Landsberg Ost markiert einen von drei zu sanierenden Planungsteilen der Staatsstraße 2054 zwischen Landsberg und Penzing.

Landkreis – Ferienzeit ist Straßenbauzeit, auch in diesem Jahr. Die Sanierung einer der wichtigsten Verkehrsadern im Landkreis, der Staatsstraße 2054 zwischen Landsberg und Penzing, hat sich das Straßenbauamt Weilheim für die kommenden Wochen auf die Agenda gesetzt. Unterteilt in drei Abschnitte wird die Fahrbahn erneuert. Den genauen Zeitplan dafür will die Behörde demnächst vorlegen.

Vorab sind in erster Linie noch einige Detailfragen mit der Auto­bahndirektion zu klären, denn parallel finden ja auch noch Sanierungsmaßnahmen auf der A96 statt. Ist das erledigt, könnte es schnell gehen: Noch im August sollen die Maschinen anrollen, damit der Verkehr spätestens Ende September wieder reibungslos fließen kann. Für die Dauer der Sanierung sieht Ernst Müller, Abteilungsleiter des Amtes für Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt, einige „Brisanz“ auf die Anwohner und Verkehrsteilnehmer, auch außerhalb Landsbergs, zukommen.

Großen Handlungsbedarf hat das Straßenbauamt Weilheim für die Staatsstraße 2054 zwischen Landsberg und Penzing ausgemacht. „Starke Schäden“ seien zu beheben. Außerdem sei die Straßendecke zu dünn. „Das alles in einem Zug zu erledigen, ist unmöglich“, erklärt Müller. Deshalb sehen die Planungen des Straßenbauamts, wie ihm die Behörde jüngst mitgeteilt hat, drei Teilabschnitte vor. Der erste reicht vom Kreisverkehr an der Waldorfschule im Landsberger Osten bis zum Kreisel an der A96-Abfahrt Landsberg Ost. Der zweite Abschnitt erstreckt sich von dort bis zum Pullachhof. Das dritte Segment liegt zwischen Pullachhof und Penzinger Orts­eingang.

Peu-à-peu werden die Arbeiten voranschreiten. Ist ein Abschnitt abgeschlossen, folgt der nächste. Die Straßenoberfläche wird um vier Zentimeter abgefräst, darauf wird eine sechs Zentimeter mächtige Asphaltbinde- und eine vier Zentimeter breite Deckschicht aufgebracht. So sieht es das Straßenbauamt Weilheim vor. Auf dem dritten Abschnitt bedarf es zusätzlich einer neuen Tragschicht – hier ist die Fahrbahndecke des aktuellen Bestands besonders dünn.

Zeitplan noch unklar

Wann es losgeht und wie lange sich die Arbeiten genau hinziehen, ist derzeit noch nicht abschließend festgelegt. Zum einen gilt es zu ermitteln, wann die ausführende Firma über die entsprechenden freien Kapazitäten verfügt. Zum anderen steht die finale Abstimmung mit der Autobahndirektion Süd noch aus. Denn das Straßenbauamt strebt an, parallel zu den laufenden Arbeiten an der A96 seine eigenen Maßnahmen zeitnah über die Bühne zu bringen. Der Startschuss soll schnellstmöglich fallen. Klar ist nach heutigem Stand nur: Ein Beginn der Sanierung der Staatsstraße 2054 noch im August ist das erklärte Ziel. Bis zum Ende der Ferien, auf jeden Fall aber noch im September, soll die Erneuerung der Fahrbahndecke abgeschlossen sein.

"Eigene Brisanz"

Welche Begleitumstände erwartet die Stadt Landsberg und die umliegenden Gemeinden, während die drei Teilabschnitte etappenweise in Totalsperrung abgearbeitet werden? „Alle drei Abschnitte bringen Probleme mit sich und jeder Abschnitt hat seine eigene Brisanz“, blickt Müller voraus. Bei der Verkehrsumleitung gelte es jedes Mal, die Beschilderung anzupassen – mit der Folge entsprechender Verkehrsflüsse.

Besonderes Augenmerk gelte es dem Ordnungsamtschef zufolge auf den Zulieferverkehr in die Stadt und zum Fachmarktzentrum am Penzinger Feld zu legen. „Bei der Sperrung des ersten Abschnitts zwischen den beiden Kreisverkehren könnte der Schwerverkehr zum Gewerbegebiet etwa auf die Osttangente und über die Schwiftinger Straße oder auch die Adlerstraße auf die Münchener Straße ausweichen.“

Quer durch Kaufering

Auch für die zweite Sanierungsetappe zwischen dem Kreisverkehr an der Autobahnabfahrt Ost und dem Pullachhof könnten sich einige, für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer unliebsame, Szenarien ergeben. „Von der Autobahn kommt der Verkehr dort dann nicht mehr runter. Das ist sehr kritisch“. Denkbar sei, dass die Fahrer die Abfahrt Schöffelding mit entsprechenden Umwegen auf sich nähmen. Oder, dass sie im Landsberger Norden abfahren. „Schwerverkehr kommt von dort aber nicht direkt zum Fachmarktzentrum, weil die Stadtdurchfahrt für ihn gesperrt ist.“ Die Lastwagenfahrer würden sich dementsprechend über die alte B17, die Kauferinger Bayern­straße und Alt-Kaufering ihre Route in den Landsberger Osten suchen. Rasso Schorer

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