Süddeutscher Töpfermarkt

Zauberhafte Kulisse

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Jeanette Arndt aus Waal bei Buchloe (links) zeigte Geschmack und große Kreativität. Sie dekorierte nicht nur ihren farbenfrohen Stand sondern auch den Bach am Mutterturm gleich mit. Mit auf dem Foto: Ihre zukünftige Auszubildende Emily Konter.

Landsberg – „Meine Schale kam erst am Donnerstag aus dem Ofen“, erzählt Berthold Neuman. Er gewann den ersten Platz des Adam-Vogt-Preises beim „Süddeutschen Töpfermarkt“ am Mutterturm. Mehr als 60 Töpfer, Keramiker und Künstler aus ganz Deutschland und auch aus den Nachbarländern kamen an den Lech.

Gewinner Berthold Neumann hat sich auf Schalen spezialisiert. Bei derart filigranen Schalen arbeitet Bertold Neumann, der 1981 sein Kunstdiplom bei Prof. Klaus Schulze erworben hat, im Grenzbereich zwischen „Absacken“ und „Reißen“. „Ist der Ton zu trocken, reißt er, ist er zu feucht, fällt er in sich zusammen“, erzählt der dem KREISBOTEN. Unerlässliches Arbeitsgerät ist für ihn der Föhn, um ein schnelles Trocknen zu erreichen. Lein Lebenswerk besteht inzwischen aus rund 1000 Schalen, die er in den letzten 20 Jahren auf Märkten oder in der eigenen Galerie verkauft hat.

Den zweiten Platz belegte Toni Maurer aus Kempten, der erstmals mit seinem Stand nach Landsberg kam. Dritter wurde Harald Busse, der zusammen mit seiner Frau Ingrid aus Litzelbach nahe Ravensburg eine Töpferei betreibt. 

Absolut happy war auch Jeanette Arndt aus Waal bei Buchloe. Sie gewann den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis für den schönsten Stand auf dem „Süddeutschen Töpfermarkt“. Sie war es auch, die die Idee hatte, einen dekorierten Tisch mitten in den Bach zu stellen. Arndt fiel durch ihre kreativen Ideen und vor allem durch ihre Farbgestaltung auf.

Nicht ganz zufrieden zeigte sich Ausstellerin Ella Heuschmidt aus Ehingen. Freitag und Samstag war es einfach zu heiß, sagte sie. Der Sonntagvormittag mit Frühschoppen und Livemusik entschädigten nicht nur sie sondern auch die vielen Besucher, die den Klängen der 12th Street Jazz Connection lauschten. Mit Kind und Kegel und Hunden kamen die Besucher. Etwa auch Besucherin Charlotte Gerards aus Wessling. „Der Markt in so einer Umgebung ist wunderschön“, sagt die Kennerin.

Organisiert wurde der „Süddeutsche Töpfermarkt“ wieder einmal erfolgreich durch Alfred Hering. Eigentlich ist er kein Landsberger. Er lebt und arbeitet seit 2002 rund 200 Kilometer südlich von Paris. Der charmante Wahlfranzose kam nicht nur mit einem eigenen Stand an den Lech, sondern er ist auch der offizielle Berater der Stadt Landsberg. Der Jury gehörte er als nicht stimmberechtigtes Mitglied an.

Siegfried Spörer

Töpferkunst am Mutterturm

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