Tagesgäste bringen drei Viertel – Ammersee-Lech nimmt mit Tourismus rund 165 Millionen Euro pro Jahr ein

Was bringt den Menschen in Oberbayern der Tourismus? Dies deutlich zu machen, ist das Ziel der Initiative „Pro Tourismus“, die der Tourismusverband München-Oberbayern gestartet hat. Und er belegt es gleich mit einer eindrucks- vollen Zahl: 10,1 Milliarden Euro Jahresumsatz bringt er in Oberbayern, 165,36 Millionen entfallen dabei auf die Tourismusregion Ammersee-Lech.

„Ich begrüße die Kampagne, da dieser florierende Wirtschaftszweig unsere Region attraktiv erhält“, sagt Ulla Kurz, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Ammersee-Lech. Neben dem Gastgewerbe (56,4 Prozent) profitieren von den Umsätzen auf direktem Weg der Dienstleistungssektor (20,5 %) und der Einzelhandel (23,1 %), so die Ergebnisse des hiesigen Tourismusverbandes, der 16 Gemeinden aus der Region vertritt. Dazu Kurz: „Die Vielfalt der Restaurants, des Einzelhandels und der Dienstleister hängt mit vom Umsatz durch den Tourismus ab. Attraktive Freizeitangebote und gepflegte Grünanlagen machen auch Lebensqualität für den Bürger aus.“ Sie lebe gerne in der Region zwischen Lech und Ammersee, betont Kurz, und wünsche sich, „dass es hier so lebendig und vielfältig bleibt!“ Tatsächlich bringen die Tagesbesucher über drei Viertel (138,52 Millionen Euro) der Einnahmen – wenig überraschend, denn pro Jahr würden in der Region über 5,2 Millionen Tagesreisen gezählt. Zu den Hauptattraktionen zählen dabei die Warmbäder im Landkreis mit rund 395000 Besucher pro Jahr, die Ammersee-Schifffahrt (270000), die Kaltenberger Ritterspiele (100000) und der Töpfermarkt Dießen mit 55000 Besucher. Als Tagesausflügler geben die Gäste dabei pro Tag im Durchschnitt 26,60 Euro aus, bei einer Übernachtung im Hotel oder in der Pension sind es deutlich mehr: 89,50 Euro. Überhaupt: Zum Einkommen der Bevölkerung in der Region Ammersee-Lech trägt der Tourismus einen wichtigen Anteil bei: 84,10 Millionen Euro, das sind 3,2 Prozent des Primäreinkommens. Dieser Betrag entspricht rund 3630 Personen, die durch den Tourismus ihren Lebensunterhalt mit einem durchschnittlichen Primäreinkommen bestreiten können. Ein weiterer positiver Effekt: 2,5 Prozent des Nettoumsatzes aus dem Tourismus, das sind immerhin rund 3,7 Millionen Euro, fließen jährlich an die Kommunen der Region zurück. Handel profitiert Der Einzelhandel in der Lech-Ammersee-Region verdiene 23,1 Prozent vom Gesamtumsatz an den Urlaubern. „Wenn man rein die Tagesbesucher betrachtet, steigt dieser Wert“, erläutert Angelika Nuscheler, Pressesprecherin des Tou- rismusverbandes München-Oberbayern. „Denn die Tagesgäste lassen in der Regel mehr als die Hälfte ihrer Ausgaben bei den Einzel- händlern. Wohingegen die übernachtenden Besucher den Großteil ihres Urlaubsbudgets im Gastgewerbe ausgeben.“ Natürlich profitiere die Wirtschaft vom Tourismus: jeder Bäcker, der am Morgen frische Brötchen an die Ferienwohnungsgäste verkauft und Hotels und Pensionen beliefert; jeder Metzger, der einheimische Gaststätten mit Frischware versorgt; jeder Schreiner, der die Renovierungsarbeiten in den Beherbergungsbetrieben durchführt; je- der Elektrofachhandel, der die Unterhaltungselektronik betreut;…

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