Töpferkunst am Lechufer

Auch originelle Gartendeko fand bei den Besuchern des Süddeutschen Töpfermarktes rund um dem Mutterturm wieder Gefallen. Fotos: Osman

Sie sind wie füreinander gemacht, der kleine Park am Fuß des Mutterturms und der Süddeutsche Töpfermarkt. Auch diesmal bot das Grün die perfekte Kulisse für die Stände der 57 Aussteller, die von Freitag bis Sonntag ihre Ware einer großen Zahl von Besuchern präsentierten. Viele der Tonkünstler aus ganz Deutschland und dem Ausland kommen bereits seit Jahren nach Landsberg – und bringen immer wieder neue Ideen mit.

Das Angebot reichte von Gefäßen aller Art über Geschirr und Figuren für Haus und Garten bis hin zu Kachelbildern und Türschildern. Naiv, rustikal, verspielt, knallbunt oder vornehm klassisch, viele warme kräftige Farbtöne – die Bemalungen und Glasierungen waren vielfältig, für jeden Geschmack war etwas dabei. Bei zumindest zwei Schön-Wetter-Tagen zeigten sich Besucher wie Aussteller gut gelaunt. Dralles und Originelles „Ich bin sehr zufrieden, die Kunden sind freundlich und aufgeschlossen und das Wetter ideal“, lautete die Zwischenbilanz der Augsburger Künstlerin Ottilie Leimbeck-Rindle am Samstagnachmittag. Ihre drallen Tonfiguren, die mit den Füßen in der Zinkwanne plantschen, machen ebenso gute Laue wie die überdimensionalen Marienkäfer von Andrea Jakobs aus Fürstenfeldbruck. Sie hat ihre originelle Garten-Deko jetzt sogar mit einer Diebstahlsicherung ausgestattet: Die Käfer haben ein unauffälliges kleines Loch und lassen sich so zum Beispiel am Zaunpfahl festschrauben. „Darauf bin ich gekommen, weil manchen meiner Kunden die Marienkäfer aus dem Garten geklaut worden waren“, so Jakobs. Doch es gab nicht nur Tönernes auf dem Töpfermarkt, sondern auch Flüssiges und Essbares. Kräuterbauer Paul Stoiber aus Kößlarn bei Passau bot an seinem gut besuchten Stand eine breite Palette an Kräuteressigsorten und Pestos an und referierte unterhaltsam über deren Vorzüge. „Mein Pesto mit Liebstöckl wirkt aphrodisierend auf beide Geschlechter.“ Nicht nur das Endprodukt der Töpferkunst, sondern auch den Entstehungsprozess konnte man am Stand von Stefan Motzke aus Hohenwart mitverfolgen. Er demonstrierte einen Raku-Brand im 1000 Grad heißen Ofen und die anschließende Behandlung des gebrannten Stückes mit Sägespänen, wodurch eine dunkle Färbung erreicht wird. Die Qualität der Aussteller war auch im 34. Jahr des Süddeutschen Töpfermarkts kein Zufall. Seit jeher legt die Stadt Wert darauf, dass alle Aussteller eine fundierte Ausbildung besitzen und mit dem Herstellen von Verkaufen von Keramik ihren Lebensunterhalt verdienen. Den „Adam-Vogt-Preis 2011“ erhielt bereits am Eröffnungstag die Dresdner Töpferin Christine Kleeberg für ihre kunstvollen Vasen.

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