Der Markt muss umziehen

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Zum letzten Mal fndet der Töpfermarkt in diesem Jahr direkt am Mutterturm statt.

Landsberg – Die Stadt Landsberg hat im Bauausschuss die Weichen für den „Süddeutschen Töpfermarkt“ für die kommenden Jahre gestellt – die Zukunft der Veranstaltung scheint angesichts sinkender Anmeldungszahlen dennoch alles andere als sicher.

Im (dann sanierten) Herkomerpark soll der Markt ab 2016 nicht mehr stattfinden, diese bislang formlose Absichtserklärung untermauerte man jetzt mit einem Beschluss. Es sei nicht sinnvoll, den Park nach historischem Vorbild aufwändig zu restaurieren, wenn die Bepflanzung dann wieder zertrampelt werde, so die einhellige Meinung. 

Mit der Frage nach Alternativstandorten war die Verwaltung an die bisherigen Fieranten herangetreten und hatte ein klares Ergebnis bekommen: 76 Prozent können sich den Grünstreifen entlang der St.-Laurent-du- Var-Promenade (vom Postberg bis zum Landratsamt) vorstellen. „Das hatten wir so nicht unbedingt erwartet, weil es dort keinen Strom- und Wasseranschluss gibt und das auch nicht so ohne weiteres herzustellen ist“, berichtete Ernst Müller, Leiter des Amtes für Öffentliche Sicherheit und Ordnung. 

Immerhin noch 52 Prozent der Töpfer und Händler können sich mit dem „Luna-Park“ an der Lechstraße, nur 31 Prozent mit dem Hellmair-Platz anfreunden. Allerdings ist die Datenbasis nicht eben üppig. Von 58 angeschriebenen Fieranten antworteten nur 30, statt 60 Anmel- dungen (2014) hat man bis jetzt heuer nur 38. „Man hat uns im vergangenen Jahr angesichts unserer Umbaupläne im Herkomerpark schon signalisiert, dass man sich dann 2015 frühzeitig auf andere Märkte bewerben wird“, erklärte Müller. 

An diesem Punkt versuchte Hans-Jürgen Schulmeister, einen Antrag der LLM zur Erstellung eines „Markt-Konzeptes“ einzubringen. Demnach sollte eine externe Agentur beauftragt werden, die aktuelle Lage zu bewerten und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, um die Märkte in Lands- berg generell wieder zu beleben; die Kosten dafür seien mit bis zu 60 Prozent förderfähig. „Das diskutieren wir heute aber nicht, sondern nur, ob der Töpfermarkt im Herkomerpark bleiben soll, oder nicht“, verwies Oberbürgermeister Mathias Neuner den Vorstoß in „eine der nächsten Stadtratssitzungen“. 

Beim eigentlichen Thema zeigte sich der Ausschuss dann einstimmig. Der Töpfermarkt findet in diesem Jahr letztmals direkt am Mutterturm statt, obwohl angesichts der zurückgegangenen Anmeldungen mit einem Verlust für die Stadt von rund 7000 Euro zu rechnen ist. Ab 2016 soll die Veranstaltung an die St.-Laurent-du-Var-Promenade verlegt werden.

Christoph Kruse

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