Zeitreise in die Renaissance

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In eine andere Zeit versetzt: Das Tourdion-Ensemble Landsberg bei den „Schwantastischen Wochen“ in Thurnau.

Landsberg – Zu Gast bei den „Schwantastischen Wochen“ in Thurnau erhielt das Landsberger Tourdion-Ensemble gleich mehrfach die Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen. Bei der Mitgestaltung eines Gottesdienstes und einer eigens gestalteten Matinee unter dem Motto „Mit Madrigalen durch das Europa der Renaissance“ verzauberten die Mitglieder die Besucher mit ihrem Gesang und ihren Gewändern.

Das Tourdion-Ensemble Landsberg machte sich kürzlich auf den Weg nach Thurnau, ganz in den Norden Bayerns. Sie waren zu den diesjährigen „Schwantastischen Wochen“ eingeladen worden. Ab Mittag war das Tourdion vor Ort und verbrachte einige Stunden bei einem Spaziergang durch das nahegelegene „Sanspereil“, einem Lustgarten am Fuße der Hohenzollernburg Zwernitz. Nach einer ausgiebigen Probe war dann der Besuch der Premiere für das Stück „Romeo und Julia“ von William Shakespeare vorgesehen. Das Wetter machte es sehr spannend, aber nach einem starken Regenguss konnte die Vorstellung mit zehn Minuten Verspätung beginnen. Von Shakespeare erfüllt und in die Zeit der Renaissance versetzt, tat das Ensemble am nächsten Morgen seine Gewänder an. Nach einer kurzen Stellprobe vor Ort stand der erste offizielle Punkt auf dem Programm: Die musikalische Mitgestaltung des Kirchweih- Gottesdienstes in der Schlosskirche St. Laurentius. Die vielen Kinder mit ihren Eltern waren ganz begeistert von den Gesängen und Gewändern des Ensembles. 

Dann folgte der Hauptpunkt des Wochenendes. Im unteren Schlosshof gestaltete das Tourdion-Ensemble eine Matinee. Sie stand unter dem Motto „Mit Madrigalen durch das Europa der Renaissance“. Die Sängerinnen und Sänger eröffneten in alter Manier bei einem stilvollen Einzug mit ihrer „Erkennungsmelodie“, dem Tourdion, das Konzert. 

Spannende Reise

 Die Moderation war aufgeteilt unter den Protagonisten und nahm die Zuhörer mit auf eine spannende Reise durch Europa und seine fürstlichen, herzoglichen und königlichen Höfe. Sie erzählten, welche Komponisten und Künstler dort anzutreffen waren und was dort erlebt werden konnte. Der gutbesetzte untere Schlosshof bot den Künstlern und Zuhörern ein wundervolles Ambiente und man fühlte sich sofort in die Renaissance zurückversetzt. 

Trotzdem die Akustik das Singen nicht erleichterte, zogen die Mitglieder alle Register ihres Könnens. Sie sangen präzise, dynamisch-klanglich ausgewogen und mit viel Engagement und Spiellaune. Eine ganz große Leistung ist auch, dass sie das ganze Konzert nahezu auswendig darboten. Natürlich ließ das begeisterte Publikum das Ensemble erst nach Zugaben wieder stilvoll zu Tourdion ausziehen.

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