Trotzdem: Eine starke Leistung

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JÜRGEN KRENSS, Landsberg – Durch etliche Verletze dezimiert, sind die Landsberger Handballer der Landesliga-Süd beim TSV Niederraunau nicht in gewohnter Besetzung angetreten – auch Tomas Schwirkmann konnte nicht mitmachen. Das Spiel war so etwas wie das Endspiel um den für die Aufstiegs-Relegationsspiele berechtigenden zweiten Tabellenplatz. Aufgeheizt war von der ersten Minute an die Atmosphäre in der vollen Halle in Krumbach bei einem Spiel, das Landsberg mit 23:26 verlor. Beiden Mannschaften war zu Beginn die Spannung anzumerken, man begann etwas fahrig. Aber bald schon zeigte sich, dass die Landsberger Abwehr gut auf das schnelle Angriffsspiel der Gastgeber eingestellt war. Immer wieder unterbrach man mit der offensiven 6:0 Abwehr deren Abläufe. Das Spiel entwickelte sich ausgeglichen (3:3/6.), Landsberg ließ sich nicht in Hektik bringen und blieb ruhig, so war ihre erste Führung (5:4) in der 9. Minute durchaus verdient. Stark agierte Sandor Schmid in Angriff und Abwehr. Die Führung wurde sogar ausgebaut (10:7/16.). Aber die Gäste steckten nicht auf und kämpften sich wieder heran (10:10/16.). Vor allem die schnellen gegnerischen Außen bekamen die Landsberger nicht so recht in den Griff. Aber mit weiter engagierter Abwehrarbeit und geduldigem Angriffspiel hielt man die Partie offen und behielt im dem Hexenkessel kühlen Kopf. Ein unglücklicher Ballverlust ermöglichte den Gastgebern noch den Treffer zur bejubelten 13:14 Pausenführung. Mit vollem Einsatz auf beiden Seiten ging es in der zweiten Hälfte weiter. Die von dem entschlossenen Marco Müller geführten Landsberger boten den Raunauern weiter Paroli und konnten sogar wieder in Führung gehen (17:15/37.). Knackpunkt Müller Aber in Unterzahl mussten die Landsberg doch wieder den Ausgleich hinnehmen. Ein Knackpunkt des Spiels war es dann sicher, als beim Stand vom 21:20 in der 43. Minute Marco Müller wegen einer zweifelhaften dritten Zeitstrafe ausscheiden musste. Das erforderte Umstellungen im Landsberger Spiel und einen ihrer stärksten Akteure konnten sie nicht so leicht ersetzen.Die Gastgeber nutzen die Chance und kamen in Schwung (22:24/51.). Beim 23:27 hatte man schon den Eindruck, jetzt würden die Landsberger vollkommen überlaufen, aber diese kämpften und waren sogar am Ausgleich dran (26:27/57.). Aber mit dem Heimvorteil im Rücken nutzen die Gäste zwei unglücklichen Landsberger Ballverluste um sich mit zwei Treffern in den Schlusssekunden den Sieg zu sichern und waren somit die glücklichere von zwei an diesem Abend eigentlich gleichwertigen Mannschaften. „Eine super Leistung, die unsere Mannschaft in dieser Atmosphäre gegen einen hoch motivierten Gegner geboten hat“, war der Landsberger Trainer Hubert Müller gar nicht unzufrieden. „Man muss sehen, wer bei uns gefehlt hat, und trotzdem haben wir voll mitgehalten. etztlich haben Kleinigkeiten über den Sieg entschieden.“

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