"Tue Gutes und rede darüber"

Auch Lidwina und Hermann Hefele erhielten von Landrat Walter Eichner (rechts) das Ehrenzeichen: Seit Jahrzehnten engagieren sie sich im Gartenbauverein und in der Kirchengemeinde sowie im Kirchenchor. Foto: Bauch

Mit viel Herzblut engagieren sich viele Menschen im Landkreis ehrenamtlich. Jüngst erhielten 15 Per­- sonen, die seit Jahren und teilweise Jahrzehnten solche Arbeit leisten, das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. In feierlichem Rahmen überreichte Landrat Walter Eichner (CSU) am Freitag die Auszeichnung und unterstrich die Bedeutung des Ehrenamtes im Landkreis.

Unermüdlichen Einsatz und viel Hingabe haben die Menschen bewiesen, die am vergangenen Freitag aus der Hand von Walter Eichner das Ehrenzeichen erhalten haben. „Es hat den Rang eines Ordens“, sagte Eichner. Seit 1994 gibt es dieses Ehrenzeichen und man erhält es nur durch mindestens 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit. Zusammen mit ihren Partnern, Freunden, Bürgermeistern und denen, die sie für die Auszeichnung vorgeschlagen hatten, feierten diese 15 besonderen Menschen im Landratsamt. „Ich würde mich freuen, wenn Sie das Zeichen auch ganz öffentlich tragen“, so Eichner. Anschließend erklärte der Landrat, dass man sich im Landkreis trotz der großen Bedeutung des Ehrenamts gegen die Ehrenamtscard entschieden habe, weil die Bürgermeister und der Landrat der Meinung waren, dass jede ehrenamtliche Tätigkeit geschätzt werden muss. Denn: die Ehrenamtscard bekommen nur Menschen, die sich fünf Stunden oder mehr in der Woche engagieren. Sonst entstünden „Ehrenamtliche verschiedener Klassen“, betonte Eichner. „Es geht nicht um die Stunden. Sie haben es doch sicher gern gemacht und nicht aufgeschrieben wie lange.“ Die besondere Wertschätzung fände daher in Veranstaltungen wie eben diesen statt. Seit teilweise sogar schon 50 oder 60 Jahren engagieren sich die neuen Träger des Ehrenzeichens in ganz unterschiedlicher Art und Weise: Ob Sport- oder Trachtenverein, Kirchengemeinde oder die schwierige Arbeit mit Suchtkranken – der Landrat dankte allen für ihren unermüdlichen, langjährigen Einsatz. In ganz Deutschland, aber insbesondere in Bayern, habe das Ehrenamt einen hohen Stellenwert: „Über 50 Prozent der über 16-Jährigen enga­- gieren sich.“ Vor allem im ländlichen Raum sei es von großer Bedeutung. Für eine bessere Koordination des Ehrenamtes im Landkreis Landsberg wurde im Landratsamt sogar eine neue Stelle geschaffen: Katrin Dyballa aus Dießen kümmert sich ab März darum und stellte sich und ihre neue Aufgabe am Ehrenabend vor. Ihre Botschaft „Tue Gutes und rede darüber“ soll noch mehr Menschen für ein Ehrenamt begeistern, denn oft halte die „Unwissenheit“ die Menschen von einer ehrenamtlichen Aufgabe ab. Die neue Stelle zeige außerdem, dass der Landkreis das Ehrenamt besonders zu schätzen wisse. „Auch wenn Ihre Arbeit unentgeltlich ist, hoffe ich, dass sie nicht umsonst ist“, so Dyballa. Die Geehrten Elisabeth Bräuer, Landsmannschaft Schlesien, Vilgertshofen. Peter Brich, Schützen, Denklingen. Dr. Otto Buchegger, Pfarrgemeinderat und Alpenverein, Landsberg. Sigrid Buchegger, Frauenbund und Pfarrei, Landsberg. Franz Bücherl, Schwabhauser Christkindlmarkt, Weil. Therese Deininger, Mesnerin, Ramsach. Raimund Dietmaier, Organist und Pfarrgemeinderat, Ramsach. Ernst Duchon, Bürgerverein Ummendorf, Pürgen. Herbert Freischle, Kindergartenverwalter, Landsberg. Ludwina und Hermann Hefele, Gartenbauverein, Landsberg. Andreas Huber, Heimat- und Trachtenverein, Dießen. Gabriele Kößl, VfL Denklingen. Dorothea Simon, Blaues Kreuz, Rott. Helga Spinner-Skudlik, Hospizgruppe, Landsberg.

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