Die Übernahme ist perfekt

Erfolgreicher Vertragsabschluss: Norbert Köhler (Vorstand der Stadtwerke), Paul Warning (Vorstandsmitglied der Lechwerke) und Oberbürgermeister Ingo Lehmann. Foto: Osman

Die Übernahme des Stromnetzes durch die Stadt ist perfekt. Wie Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD), LEW-Vorstandsmitglied Paul Warning und Stadtwerke-Vorstand Norbert Köhler am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mitteilten, wurde bereits am 14. September ein entsprechender notarieller Vertrag unterzeichnet. Damit wird das Stromnetz zum 1. Januar 2011 an die Stadtwerke übergehen. Über den Kaufpreis wollen beide Seiten Stillschweigen bewahren.

Dem Vertrag gingen nach den Worten Lehmanns schwierige Verhandlungen voraus, die sich über zwei Jahre hinzogen. Die Stadt habe „absolutes Neuland“ betreten und sich detailliert ins Energierecht einarbeiten müssen. So habe man zum Beispiel eine „wirtschaftlich angemessene Vergütung“ festlegen müssen, die dem Energiewirtschaftsgesetz entspricht. Ihre Höhe allerdings bleibe eine interne Angelegenheit. Zu Beginn der Verhandlungen war der OB von einer siebenstelligen Summe ausgegangen, die sich aber über Nutzungssentgelte wieder refinanzieren lasse. Für den Stromkunden ändere sich nichts, betonte Lehmann. Norbert Köhler als Vorstand der Stadtwerke hofft auf Synergieeffekte, von denen die Bürger mittelfristig profitieren sollen. Bei Planungen im Bereich der Infrastruktur können beispielsweise Straßenbaumaßnahmen und die Verlegung von Stromleitungen besser koordiniert werden, so dass insgesamt weniger Baumaßnahmen notwendig werden. Vor der neuen Aufgabe, dem Betrieb des Stromnetzes, habe man Respekt, so Köhler. Die Stadt übernimmt ein intaktes Netz und hat nun die Verantwortung, es entsprechend zu unterhalten. Dazu wird mit den LEW ein separater Dienstleistungsvertrag geschlossen, der derzeit noch ausgehandelt wird. Nur Kernstadt betroffen Betroffen von der Übernahme, die zum 1. Januar nächsten Jahres stattfindet, ist lediglich das Netz der Kernstadt Landsberg. Für die Ortsteile Ellighofen, Erpfting, Pitzling und Reisch besteht bis 2012 ein Konzessionsvertrag mit den Lechwerken. Außerdem wären hier die Verflechtungen der gemischt genutzten Leitungen erheblich schwieriger und kostenaufwendiger zu lösen als in der Stadt. Das Landsberger Netz wurde von der Stadt 1969 an die LEW übertragen. 1989 wurde der Vertrag um 20 Jahre verlängert. Im März 2009 fiel schließlich im Stadtrat der Beschluss, das Netz wieder selbst zu übernehmen. „Natürlich sind wir nach wie vor auf die LEW angewiesen, denn sie betreibt das vorgelagerte Hochspannungsnetz“, so Lehmann.

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