"Igling wird attraktiver"

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Gudrun Assner (Bauunternehmen Assner), Rainer Rogg (Firma Kutter), Günter Först (Bürgermeister Igling), Landrat Thomas Eichinger, Stefan Nitsche (Ingenieurbüro Nitsche & Pienle) und Gerald Puhla (Ingenieurbüro Puhla) bei der offiziellen Verkehrsfreigabe.

Igling – Schon seit mehreren Wochen fließt der Verkehr wieder auf direktem Wege zwischen Igling und Kaufering, am gestrigen Mittwoch wurde eine der größten Kreisstraßenbaumaßnahmen der letzten Jahre offiziell übergeben. Der Ausbau der Iglinger Ortsdurchfahrt, die Verbreiterung der Fahrbahn zwischen Dorf und neuer B17, die Verlegung der Kreisstraße samt Bau einer Bahnbrücke und der Anbau des ersehnten Geh- und Radwegs sind damit abgeschlossen.

„Der Radweg war dringend notwendig, Igling wird damit ein ganzes Stück attraktiver“, freute sich Bürgermeister Günter Först bei der Einweihung des Geh- und Radwegs sowie der neu verlegten Kreisstraße LL 22 zwischen seiner Gemeinde und Nachbar Kaufering. Die Maßnahme, die ferner den Bau einer Bahnbrücke anstelle des alten Bahnübergangs, die Verbreiterung der Fahrbahn zwischen Igling und der B17 sowie den Ausbau der Ortsdurchfahrt beinhaltete, war ein lange gehegter Wunsch Försts: „Als 1996/97 der Radweg nach Hurlach entstanden ist, haben wir uns gesagt: ‚Jetzt bauen wir auch einen nach Kaufering.‘ Seitdem sind viele Jahre vergangen.“

Denn die 3,5 Millionen Euro teuren Arbeiten waren nicht nur kosten-, sondern auch zeitintensiv. Von 2009 bis 2015 hatte sich die Planungs- und Genehmigungsphase hingezogen, vor allem die Bahnkreuzung nannte Landrat Thomas Eichinger als große Herausforderung bei der Lösungsfindung. Zweifel an der Notwendigkeit hätten indes nie bestanden: „Der Bahnübergang wies erhebliche Verkehrssicherheitsmängel auf, der Geh- und Radweg war nicht vorhanden und die Fahrbahn zu schmal“, erklärt der Landrat. Nach der Freigabe der neuen B17 sei das Verkehrsaufkommen auf 5.000 Autos pro Tag gestiegen. Doch blieb die Nutzung des Anschlusses an die Bundesstraße hinter den Erwartungen zurück, denn der beschrankte Bahnübergang schreckte die Autofahrer ab. Daneben habe auch die Iglinger Ortsdurchfahrt Fahrbahnschäden aufgewiesen und unter fehlender Entwässerung gelitten.

Rund 980.000 Euro ließ der Landkreis sich das Projekt kosten, daneben fungierten die Deutsche Bahn und der Bund zu je 780.000 Euro, die Gemeinde Igling (225.000) und der Freistaat Bayern (805.000) als Geldgeber. Auch, dass auf der Suche nach einem Kompromiss zwischen Nutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit eine, wenn auch erst durch Nachbesserungen realisierte, zufriedenstellende Lösung gefunden worden sei, bewertete Eichinger positiv.

Pfarrer Johannes Huber, der den Segen spendete, verwies auf die hohe Bedeutung, die eine direkte Verbindung und ein kurzer Weg heutzutage hätten. Die von ihm beobachtete Kreativität der Verkehrsteilnehmer auf der Suche nach Schleichwegen während der Straßensperrung hätten dies unterstrichen.

Rasso Schorer

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