Neue Adresse

Ansprechpartner für beide Seiten

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Die Schulen im Landkreis zeigen großes Engagement, findet Rudolf Schönauer. Er ist fachlicher Leiter im staatlichen Schulamt, das für die Grund- und Mittelschulen zuständig ist.

Landsberg – Nachdem die Platzknappheit am vormaligen Standort in der Kohlstattstraße immer akuter wurde, ist das Staatliche Schulamt nun unter neuer Adresse in der Justus-von-Liebig-Straße zu finden. Neben dem vielfältigen Tagesgeschäft gilt es stets, auch aktuelle Entwicklungen im Blick zu behalten. So wie gegenwärtig den Unterricht für Kinder von Asylbewerbern. Insgesamt versteht sich die Behörde ebenso als Anlaufstelle für die Lehrerschaft, wie für Eltern und Schüler.

Die Standortsuche für die neue Unterbringung war nicht ganz einfach, erläutern Schulamtsdirektor Rudolf Schönauer und Schulrätin Brigitte Sulzenbacher. So stelle man einige Ansprüche bezüglich Lage und Erreichbarkeit, eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen müsse vorzufinden sein und insbesondere die Barrierefreiheit sei ein ganz zentraler Punkt. Vor allem, wenn neben der schulpsychologischen Beratung künftig auch die Inklusionsberatung unter demselben Dach zu finden sein wird.

Der Schönenberger Turm, der sich jüngst als Alternative aufgetan hatte, brächte diese Merkmale mit und überzeuge durch einen guten Schnitt und helle Räumlichkeiten, so der fachliche Leiter. „Wir sind sehr zufrieden“. Sobald die schulpsychologische Beratung und die Inklusionberatung einzögen, beide räumlich abgegrenzt, seien neun Personen auf der Etage im Einsatz. Später solle das Gewerbeaufsichtsamt auch noch die andere Hälfte des zweiten Stockwerks beziehen.

Während Realschulen und Gymnasien direkt den Ministerialbeauftragten unterstehen, ist das Staatliche Schulamt des Landratsamtes für die 22 staatlichen Grund- und sechs Mittelschulen im Landkreis zuständig. Mit den vier hiesigen Privatschulen findet eine Zusammenarbeit in Teilbereichen statt. Als wesentliche Aufgaben charakterisiert Schönauer die Personalversorgung der Einrichtungen, unter anderem mit Schulleitern, Fach- und Förderlehrern sowie die Unterrichtsversorgung. Die Vorarbeiten zur Klassenbildung liefen im Februar an und konkretisierten sich dann jeweils bis zum Sommer. Generell folge die Lehrerzahl dem Aufkommen an Schülern und der Lehrstundenzahl. Jegliche Aufgabenwahrnehmung erfolge stets unter Beachtung der Regierungsvorgaben.

Als besonders reizvolle Aufgabe empfindet Schönauer die Lehrproben neuer Referendare und Lehramtsanwärter. Die „Frischlinge“ seien nah am Puls der Zeit, so Schönauer und Brigitte Sulzenbacher ergänzt: „Da zeigen sich echte Lehrerpersönlichkeiten“. Auf „ihre“ Lehrerschaft und Schulen sind beide überhaupt sehr stolz. Das große, teils ehrenamtliche, Engagement lasse sich auch ganz aktuell nachempfinden, wenn es um Unterricht für Asylbewerberkinder ginge. Fünf reine Übergangsklassen im Landkreis gibt es. Nämlich je eine in Dießen und Kaufering sowie drei in Landsberg. In den kleineren Ortschaften seien die Kinder in die normalen Klassen integriert.

Insgesamt zeigten sich bemerkenswerte Fortschritte: „Die Schulen reagieren toll und die Kinder sind sehr lernwillig“, so Schönauer. Generell fungiere seine Behörde gleichermaßen als Anlaufstelle für Schulen sowie Lehrer als auch für Schüler und deren Eltern.

Rasso Schorer

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