"Und wir singen im Dirndl!" – Neun Chöre des Sängerkreises Landsberg gestalten das Herbstkonzert

Dem Motto „Volkslieder in altem und modernen Gewand“ des Sängerkreises Landsberg auf dem Herbstkonzert sind die Damen des Landfrauenchores nicht nachgekommen. „Wir singen im Dirndl“, sagte Leiterin Martha Verweinen und gab das Zeichen für Hackbrett, Zitter, Gitarre und Sängerinnen.

Mit „Gsundheit und a langs Lebn“, „Da Nebl ziagt eina“ und „Ja weil du so schön tanzn konnst“ erklang in der voll besetzten Fuchstalhalle schönste „Stubnmusi“. Neun der über 30 Chöre des Sängerkreises demonstrierten an diesem Abend im Lechrain ihr Können. Mendelssohn Bartholdys „Der Jäger Abschied“ vom MGV Frisch Auf Untermühlhausen, „La Monta­nara“ in Deutsch und Italienisch vom MGV Hofstetten oder von Goiserns „Weit, weit weg“ fanden viel Beifall. Sichtliches Vergnügen hatte Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Goppel beim Auftritt des Kinderchores Denklingen. Die Mädchen und Jungen unter Leitung von Andrea Finsterwalder traten als Urwaldtiere verkleidet auf und sangen mit dem Ohrwurm „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ Auszüge aus dem „Dschungelbuch“. „Die Chöre sind in die Jahre gekommen, und wir haben Sorge für den Nachwuchs zu tragen“, mahnte Dr. Goppel. Der Vorsitzende des Bayerischen Musikrates fordert, dass im Zuge der Ganztagsschule die hinzugewonnenen Nachmittagsstunden nicht nur für Sport, sondern verstärkt auch für Musik und Kunst genutzt werden. Den Auftakt für das Chortreffen gab der Veranstalter des Abends, der Männerchor Fuchstal-Steinholz. Unter Leitung von Robert Bosch gaben die Herren mit einem der wohl schönsten Volkslieder, mit „Im schönsten Wiesengrunde“, den Einstand. In traditionellen blau-weiß gestreiften Hemden mit roter Halsbinde trat die Uttinger „Liedertafel“ auf. Schließlich kommen die Sänger vom See und pflegen somit das Shanty. „The Drunken Sailor“ und „Farewell und Adieu“ zauberten einen Hauch von „großer Fahrt“ und Seemannsromantik nach Oberbayern. Liedgut aus Siebenbürgen und Dalmatien brachte der Gesangverein „Frohsinn“ zur Aufführung. Die Lechstädter feiern am 24. Oktober mit einem Konzert im Pfarrzentrum Mariä Himmelfahrt das 90-jährige Bestehen. 1919 von Gewerkschaften gegründet, erlebte die Singvereinigung unter anderem mit Zwangsauflösung und Verbot in der Zeit der faschistischen Diktatur ab 1933 eine wechselvolle Geschichte. Den Abschluss gestaltete das Collegium Vocale Landsberg mit einem Volksliederrätsel. Mit viel Spaß wurden anstelle des Textes nur Laute gesungen. Der renommierte Chor kün­­digte eine Reise nach Riga vom 3. bis 8. August 2010 mit einem weltlichen und kirchlichen Konzert an. Dafür werden „schöne Männerstimmen“ gesucht, so Chorleiterin Maria Bidell. Mit dem Frühjahrskonzert in Pürgen-Lengenfeld und dem Herbstkonzert in Untermeitingen „steht das Veranstaltungsjahr 2010“, sagte abschließend Walter Herzog, Schriftführer des Sängerkreises Landsberg.

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