Unerwünschte Anordnungen

Die Wasserleitungsarbeiten in der Bahnhofstraße schreiten auch ohne die gut gemeinten Ratschläge einiger Ratsmitglieder gut voran. Foto: Osman

Deutliche Worte von Ingenieur Rainer Irrgang an den Geltendorfer Gemeinderat: Der Planer der Wasserleitungsarbeiten in der Bahnhofstraße hat dem Gremium nahegelegt, Eigenmächtigkeiten auf der Baustelle zu unterlassen – offenbar aus gegebenem Anlass. „Der Polier ist nicht die Auskunftsstelle“, so Irrgang. Fragen zu den Kosten könne der Bautrupp nicht beantworten, und zu irgendwelchen Anordnungen die Arbeiten betreffend seien die Gemeinderäte erst recht nicht berechtigt.

In den vergangenen Wochen war im Gremium öfter die Befürchtung laut geworden, die Erneuerung der Wasserleitung gehe zu langsam voran und würde nicht wie geplant bis zum Winter fertig werden. Ingenieur Irrgang, mit dem die Gemeinde seit vielen Jahren zusammenarbeitet, konnte die Räte jedoch beruhigen. „Wir liegen genau im Plan. Alle Termine wurden bisher punktgenau eingehalten.“ Inzwischen seien bereits 560 Meter Leitung verlegt worden. Im Juli soll die Erneuerung der Hausanschlüsse beginnen. Bis auf eine Woche im August werde den Sommer über durchgearbeitet, ab September voraussichtlich mit einem zusätzlichen Bautrupp. In der ersten Dezemberwoche soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein. Räte unerwünscht Trotz dieser positiven Bilanz hatten sich einzelne Gemeinderäte zuletzt offenbar auf der Baustelle unbeliebt gemacht. „Verbreiten Sie keine Gerüchte, und sprechen Sie nicht von oben herab mit den Arbeitern“, forderte Irrgang. Außerdem legte er den Räten ans Herz, die Mitarbeiter „nicht zu bedrängen und nicht zu verunsichern“. Für die Bauausführung gelte der bestehende Werkvertrag. Wer davon abweichende Anweisungen gebe, müsse später dafür die Kosten tragen.

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