Rückgang auf ganzer Linie

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Durch erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht könnten laut Polizei einige Unfälle verhindert werden. Insgesamt gab es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Dießen fünf Prozent weniger Unfälle als noch im Jahr zuvor.

Dießen – Weniger Verkehrsunfälle im gesamten Gebiet: Das ist die gute Nachricht, die die Polizeiinspektion Dießen in ihrem Bericht zur Unfallentwicklung 2013 meldet. Besonders erfreulich sei der starke Rückgang an alkoholbedingten Unfällen und Fahrerfluchten.

Insgesamt ereigneten sich in den Gemeindebereichen Dießen, Utting, Schondorf, Greifenberg, Eching und Finning im vergangenen Jahr 651 Verkehrsunfälle – ein Minus von über fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz weniger Unfällen wurden allerdings mehr Menschen verletzt. Tödlich endeten zwei Unfälle: Im Juni kamen eine 22-jährige Skaterin und ein 91-jähriger Golf-Fahrer ums Leben.

Auch die sogenannten „Sachschadensunfälle“ und „Kleinunfälle“, die hauptsächlich beim Ausparken oder Vorbeifahren an stehenden Fahrzeugen oder durch Auffahren passieren, sind im vergangenen Jahr weniger geworden. Zu diesen Kleinunfällen zählen auch solche mit Wildtieren. Dienststellenleiter Hartwin Lang weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man vor allem in der Nacht oder bei Dämmerung besonders aufmerksam und vorsichtig fahren sollte.

Die Zahl der Unfallfluchten hat sich von 175 auf 142 verringert. Allerdings konnten nur 46 der Fälle aufgeklärt werden, eine Aufklärungsquote von gerade einmal 32 Prozent. Vorwiegend habe es sich dabei um sogenannte „Parkrempler“ und „Spiegelstreifer“ gehandelt, heißt es in dem Bericht. Auch bei den alkoholbedingten Unfällen ist ein deutlicher Rückgang, nämlich über 60 Prozent, zu beobachten. Lediglich vier Unfälle konnten eindeutig auf be- oder angetrunkene Fahrer zurückgeführt werden.

Ebenso kam es bei den Radlern zu weniger Unfällen als noch im Vorjahr. Lang weist in dem Bericht ausdrücklich darauf hin, dass sich schwere Verletzungen bei Stürzen durch das Tragen eines Fahrradhelmes verhindern lassen. Hauptunfallursache waren Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren, gefolgt von ungenügendem Sicherheitsabstand.

Im Straßenverkehr gelte außerdem nach wie vor die alte Regel „Erst gurten, dann starten“. Der Sicherheitsgurt trage maßgeblich dazu bei, die Unfallfolgen für die Verkehrsteilnehmer in Grenzen zu halten, heißt es in dem Unfallbericht. Allgemein seien viele Unfälle vermeidbar, wenn jeder aufmerksam sei und mehr Rücksicht auf andere nehme, so der Dienststellenleiter. Denn „jeder Tote oder Verletzte im Straßenverkehr ist ganz sicher einer zuviel“.

Astrid Erhard

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