Für unsere Gesundheit

Der neue und gleichzeitig alte Vorstand des Osteoporose-Selbsthilfevereins (OSV) von links: Helene Forster, Rüdiger Schütze, Ingeborg Streichhahn und Petra Schneider. Foto: OSV

Nicht nur reden, sondern auch etwas für die Gesundheit tun – so lässt sich das Motto des Osteoporose-Selbsthilfevereins Landsberg (OSV) zusammenfassen. Die gemeinnützige Organisation berät und betreut Osteoporose-Erkrankte. Auf deren Bedürfnisse zugeschnitten, bietet der OSV auch Kurse wie Bewegungstherapie oder Nordic-Walking Kurse an.

Seit 2008 existiert der gemeinnützige Verein und widmet sich der Krankheit Osteoporose in gleichem Maße wie der diskreten Beratung und Unterstützung der Betroffenen. „Wir reden nicht nur, wir handeln auch“, erklärt Vorsitzender Rüdiger Schütze die Philosophie des Vereins. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich und gehört keiner übergeordneten Organisation an. „Was wir tun, tun wir für unsere Gesundheit.“ Dass der OSV damit den richtigen Weg geht, zeigte sich auch bei den deutlichen Ergebnissen der Vorstandwahl: Der alte Vorstand ist nun auch wieder der neue Vorstand. Wiedergewählt wurden einstimmig zum ersten Vorsitzenden Rüdiger Schütze und zur Stellvertreterin Petra Schneider. Bei Osteoporose (Knochenschwund) handelt es sich um eine Stoffwechselstörung der Knochen, die den gesamten Knochenaufbau betreffen. Überwiegend sind Menschen betroffen, die etwas älter sind oder die über Jahre beeinflussende Medikamente (z.B. Cortison) einnehmen mussten. Es ist vom Beginn an ein unbemerkt schleichender Prozess. Ist die Diagnose gestellt, wird neben der medikamentösen Behandlung eine Bewegungstherapie verordnet. Aber auch die bewusste Ernährung spielt eine wesentliche Rolle. Zum Beispiel sollte auf eine bewusst calcium- und Vitamin-D-reiche Kost geachtet werden. Auf die Bewegungstherapie hat sich der OSV mit seiner dafür ausgebildeten Übungsleiterin spezialisiert. „Ein Ruhigstellen des Körpers ist nicht sinnvoll, da das Muskelgewebe dadurch abnimmt und die Knochen noch weniger gestützt werden“, erklärt Schütze. Die sanfte Gymnastik mit der Übungsleiterin stärkt die Muskulatur und unterstützt somit die Knochen in seiner Stabilität. Neben der Trockengymnastik gibt es auch Gymnastik im warmen Wasser. Diese spezielle Gymnastik heißt Rehabilitations-Sport bei Osteoporose und wird in der Regel für fünfzig mal innerhalb von achtzehn Monaten vom behandelnden Arzt verordnet. „Wir bieten aber auch Reha-Sport bei Krebs, Asthma und COPD, Morbus-Bechterew und peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten an“, so der Vereinsvorsitzende. Darüber hinaus werden Nordic-Walking-Kurse und Kurse für progressive Muskelentspannung angeboten. Teilnehmen kann an allen Maßnahmen des Selbsthilfevereins jeder, auch Interessierte, die nicht Mitglied des Vereins sind. „Auch die, die in Eigeninitiative ohne ärztliche Verordnung an unserem Reha-Sportprogramm mitmachen möchten, also sozusagen Selbst-Zahler“, so Schütze. Weitere Informationen zur Arbeit des Vereins und der Kurse gibt es bei Petra Schneider, Telefon 08191-64503, und bei Rüdiger Schütze, Telefon 08196-934996.

Meistgelesene Artikel

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Noch ein Protest-Kunstwerk

Holzhausen – Wie einst Asterix und seine Gallier gegen die Römer kämpfen Daniel Fusban und seine Holzhauser Mitbürger gegen die übermächtige …
Noch ein Protest-Kunstwerk

Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Landsberg – Die Stadt hat den Bewohnern der Schwaighofsiedlung, dem Bauträger und den Interessenten für die 23 Reihenhäuser an der Jahnstraße im Jahr …
Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Kommentare